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Von Schneiderpuppen und Öko-Hühnern

Einen ziemlich guten Eindruck vom Berufsleben bekamen die Schülerreporter der Klasse 3d der Ernst-Reuter-Schule (ERS) bei ihrem Einsatz in der Burg. Sie durften mitten in der heißen Phase der Festspielvorbereitungen hinter die Kulissen blicken.
Bad Vilbel. 

Kreissägen kreischen, Betonmischer drehen sich – nur im Theaterkeller ist es ruhig und kühl. Der Ort inspiriert zu Fragen: "Gibt’s denn hier auch ein Gefängnis?" "Wie kalt kann das hier werden? Und was hing früher bloß an dem rostigen Ring, der aus der Wand herausragt? Techniker Malte Lorenz kann gar nicht alles beantworten.

Schon zuvor zücken die Schüler eifrig ihre ZING-Notizblöcke, als sie schon einmal zur Probe Platz nehmen dürfen auf der neuen Tribüne. "Wie viele Stücke wurden hier schon gespielt?", fragen sie die Theater-Dramaturgin Antje Schäfer, die ihnen an der ERS auch die Inszenierung der Zauberflöte näherbringt. "Oh, das ist eine schwierige Frage – "auf jeden Fall an die hundert", schätzt sie grob.

Am spannendsten ist jedoch der Ausflug in die Schneiderei, wo sich die Schüler mit Lehrerin Gabriele Koch und den begleitenden Müttern Annette Siemensmeier und Sabine Scherpenbach ins enge Atelier der Zehntscheune drücken. Schneiderin Antonia Lattemann und Gewandmeisterin Karoline Pieper freuen sich über den Besuch, gucken aber auch genau auf die Uhr, denn die Vorbereitungen laufen gerade in den letzten Zügen. "Heute kommt Sarastro zur Anprobe", verräet Lattemann den Schülern. Die löchern die Stoffexperten mit präzisen Fragen: "Wie lange arbeitet ihr?" Von 8 bis 23 Uhr, war die Antwort: "Das sind ja 15 Stunden", entgegnet ein Schüler verblüfft.

Doch im Atelier gibt es noch mehr zu bestaunen und jede Menge Stoff für Fragen: "Werden die Kostüme wiederverwendet?", "Was ist eine Schneiderpuppe?" Und vor allem: "Was sind denn die Spezialeffekte bei den Kostümen?", wollen die ERSler wissen, bevor sie nach der kurzen Führung mit Schäfer auf der Burgwiese noch weiter an ihrem "Zauberflöte"-Theaterstück üben. Doch das Geheimnis des Wendefracks wird erst verraten, wenn die Schüler demnächst selbst über ihren Besuch bei den Bad Vilbeler Theaterleuten in der FNP berichten werden. dd

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