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Was die Kommunen den neuen Alten bieten

Der demografische Wandel schreitet unaufhaltsam voran. Aber in den wenigsten Kommunen gibt es heute spezielle Pläne, was sie den vielen Alten von Morgen anbieten wollen. Ein paar spannende Projekte haben wir dennoch entdeckt.

Der demografische Wandel schreitet unaufhaltsam voran. Aber in den wenigsten Kommunen gibt es heute spezielle Pläne, was sie den vielen Alten von Morgen anbieten wollen. Ein paar spannende Projekte haben wir dennoch entdeckt.

Welche Angebote es für Wissbegierige gibt

Beim Studium Generale der Volkshochschule Bad Homburg stehen die Themen Geschichte, Wirtschaft, Philosophie, Musik und Literatur auf dem Lehrplan. Erstmals bietet die VHS nächstes Jahr dieses Studium an, bei dem es in voraussichtlich acht Semestern um Fragen wie diese geht: Welche Werke haben Homer weltberühmt gemacht? Warum ging das Römische Reich unter? Welcher Baustil kennzeichnet das Mittelalter und welche philosophischen Fragen bewegen die Menschheit heute?

Die Dozenten kommen von Universitäten und Museen, sind Literaten, Professoren und andere Gelehrte. Die späten Studenten drücken nicht nur die Schulbank, sie besuchen auch Ausstellungen und bedeutende historische Orte. Start ist am 1. Februar 2011. Infos dazu gibt‘s von Gero Fuhrmann, fuhrmann.vhs@bad-homburg.de, Telefon (0 61 72) 92 57 18.

Wer sich im Alter noch fortbilden will

Die meisten Musik- und Sprachkurse oder politischen Diskussionen sind zwar nicht nach Altersklassen getrennt. Einige Angebote der Volkshochschulen richten sich aber speziell an Ältere: Etwa Englisch-, Computer- und manche Gesundheitskurse. Geplant ist in Bad Homburg, zukünftig Sprach-, EDV- und ähnliche Kurse in zwei Altersgruppen anzubieten, so dass 60-Jährige und 80-Jährige getrennt unterrichtet werden. Auch die VHS in Oberursel hat sich verstärkt auf die ältere Klientel eingestellt: Auf deren Homepage sind die Angebote für Senioren und einer eigenen Rubrik (Zielgruppe, «VHS für Ältere») aufgeführt. Nähere Infos unter www.badhomburg.de/vhs und www.vhs-hochtaunus.de.

Wie ich berufliche Erfahrung weitergeben kann

Kronberg hat in dieser Sache ein interessantes Projekt in der Pipeline: Wirtschafts-Paten sollen ein Mal im Monat im Rathaus eine Sprechstunde anbieten. Dorthin können dann Existenzgründer mit ihren Fragen kommen oder Unternehmer, die beispielsweise die Zukunft ihrer Firma organisieren wollen. Es gibt bereits ein halbes Dutzend Paten, die wiederum in ein Netzwerk eingebunden sind, damit möglichst viele Branchen abgedeckt werden können. Derzeit wird noch ein Raum gesucht.

Wo man gemeinsam wohnen kann

Wehrheim plant bereits seit geraumer Zeit ein Mehr-Generationen-Wohnprojekt, für das noch ein Investor gesucht wird. Derzeit treffen sich aber immerhin in einem Mehrgenerationenhaus Alt und Jung zu Kursen, Kulturveranstaltungen und gemeinsamen Mahlzeiten. In Kronberg plant der Verein Silberdisteln das Wohnprojekt «Senioren unter einem Dach». Das Stadthaus der Kronberger Silberdisteln an der Frankfurter Straße 8a nimmt konkrete Formen an. Diesen Monat ist Richtfest, nächstes Jahr können die ersten Mieter in die 13 barrierefreien Wohnungen einziehen. Sie sind zwischen 45 und 90 Quadratmeter groß. Der Verein hat sich vor rund fünf Jahren gegründet, um das eigenständige, aber gemeinschaftliche Wohnen im Alter selbst in die Hand zu nehmen. Jede Wohnung hat eine Loggia oder Terrasse, es gibt Gemeinschaftsräume, eine Gästewohnung und die feste Zusage der Mieter, sich gegenseitig zu helfen und Gemeinschaftsaufgaben zu übernehmen. Ein paar Wohnungen sind noch zu haben. Kontakt: Ilse Oppermann, Telefon (0 61 73) 94 05 37.

Wie Barrieren verschwinden

Oberursel und auch andere Kommunen berücksichtigen schon jetzt bei allen Planungen die Barrierefreiheit. In der Brunnenstadt wurden beim Ausbau der Hohemarkstraße, der Ampel am Deschauer Park oder auch beim Bau des Kreuzungsbereiches Homburger Landstraße/Zeilweg taktile Signalanlagen, abgesenkte Bordsteine sowie Rillenplatten zur besseren Orientierung angelegt. Auch bestehende Kreuzungen und Bushaltestellen sind nach Auskunft der Stadt Oberursel barrierefrei umgestaltet worden. Nach den letzten Sanierungen werden 2011 alle U-Bahnhaltestellen barrierefrei sein. Derzeit wird auch am Bahnhofsvorplatz gewerkelt, darauf folgt die Unterführung nach Bommersheim. Später werden im Bahnhof moderne Aufzüge und Rampen eingebaut.

Wo Alt und Jung




sich begegnen

Im Oberurseler Rushmoor-Park an der Oberhöchstädter Straße entsteht bis zum Hessentag 2011 eine 650 Quadratmeter große Liegewiese. Sie soll mit Sitz- und Liegemöbeln aus Eichenkernholz möbliert werden. Die Stadt möchte diesen Teil des Parks in einen Lesegarten verwandeln, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt mit der Möglichkeit zum Arbeiten, Schmökern und Plaudern. Im Rathaus denkt man auch darüber nach, Bücherkisten auf der Wiese aufzustellen, in die Oberurseler Bücherfreunde das eine oder andere Buch hineinlegen, um es anderen zum Lesen zur Verfügung zu stellen. gal

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