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Wenn alle Treppen rollen

Die Schüler der Klasse 3 c der Ludwig-Erk-Schule in Dreieich waren auf dem Flughafen auf Rolltreppen, in Aufzügen und auf Fahrgastbrücken unterwegs. Mit dabei war selbstverständlich Klassenlehrerin Kathrin Sprunck.
Frankfurt/Dreieich. 

Überall wuseln Menschen aufgeregt durcheinander. Flugzeuglärm ist zu hören. Es riecht nach Kerosin. Das sind die ersten Eindrücke von uns, der Klasse 3 c, als wir am Flughafen in Frankfurt, dem drittgrößten in Europa, ankommen. Wir sind in einem großen Gebäude, dem Terminal 1, wo wir schon von Roy Watson auf der Rolltreppe erwartet werden. Wir werden in drei Gruppen aufgeteilt und schon geht die spannende Recherchearbeit auf Rolltreppen, in Aufzügen und an Fahrgastreppen los.

Der TÜV ist da

Nach einem kurzen Weg zwischen Koffern, Tüten und Trollys stehen wir schon bald an einer Rolltreppe und bekommen sofort mit, dass gerade eine TÜV-Prüfung durchgeführt wird. Das muss einmal im Jahr gemacht werden, um zu schauen, ob die Rolltreppen noch sicher genug sind. Bei der Untersuchung werden alle Sicherheitseinrichtungen und Schalter geprüft.

Seit 1999 sind Notschalter im Abstand von höchstens fünf Metern Pflicht. Wird der Notschalter gedrückt, dann hebt sich die sogenannte Kammplatte und die Rolltreppe bleibt stehen. Zum Fahren braucht die Rolltreppe natürlich auch einen Elektromotor. Dieser funktioniert mit Strom. Die Rolltreppe hat 13 PS. Die Fahrgeschwindigkeit ist 1,8 Kilometer pro Stunde. Ein- bis zwei Mal am Tag steht die Rolltreppe und kleine Reparaturen werden gemacht.

Damit niemandem etwas passiert, stehen an jeder Rolltreppe drei Zeichen: 1. Kinder an die Hand, 2. Keine Füße an den Rand und 3. Tiere auf den Arm.

Treppen für Flugzeuge

Wie genau kommt man in ein so hohes Flugzeug rein? – Dieser Frage geht dann der Rest unserer Klasse nach. Auf dem Vorfeld sehen wir sie dann. Die Fluggasttreppen. Sie verbinden das Flugzeug mit dem Terminal. Hier am Flughafen gibt es 56 Flugzeugpositionen und 105 Fluggastbrücken. Die erste davon gab es bereits 1970 und hatte eine Bauanleitung, die war über 100 Seiten lang. Jede Minuten laufen 16 000 Menschen durch eine solche Brücke in ein Flugzeug. Die längste ist 45 Meter lang und 6 Meter hoch. Für den neuen A 380 braucht man sogar eine Brücke, die 8 Meter hoch ist. Um Unfälle beim Herausfahren zu verhindern, ist der Aufenthalt unter einer Fluggastbrücke verboten. Man nennt ihn auch den roten Bereich.

Hoch hinaus

Nicht überall kommt man am Flughafen mit Rolltreppen und Fahrgasttreppen hin. Dafür braucht man Aufzüge. Jeder Aufzug hat eine eigene Nummer. Wir schauen uns heute Aufzug FFZ 337 an. Dazu gehen wir in den Maschinenraum. Jeder Aufzug hat einen eigenen Maschinenraum.

Der große Hauptschalter ist das Wichtigste an dem Aufzug, denn er transportiert den Strom zu einem großen Schaltschrank, in dem viele Kabel zu sehen sind. Der Schaltschrank ist wie ein kleiner Computer, der den Aufzug steuert. Für Techniker gibt es eine Rückholsteuerung, damit sie an den Aufzügen arbeiten können. Ein Motor treibt den Aufzug an. Der besteht aus einem Elektromotor, Kabeln, die den Motor antreiben, und einem Lüfter, der den Motor kühlt. Der Motor treibt das Schneckengetriebe an. Eine Bremstrommel mit Bremsbacken stoppt die Trommel. So kann der Fahrstuhl auch anhalten. Der FFZ 337 wird von acht Aufzugsseilen hochgezogen. Eine Antriebsrolle und mehrere Umlenkrollen heben den Aufzug schließlich in die Luft.

In jedem Aufzug gibt es ein Telefon. Damit kann man im Notfall Hilfe holen. Ungefähr 30 bis 40 Mal am Tag gibt es am Flughafen Störungen an Aufzügen, die repariert werden müssen.

Peter, Simón, Paul, Annika, Amélie, Sonja, Felix, Hannah, Malte, Charlotte

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