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Wer Energie spart, kriegt Kohle

Energiespar-Förderung für kleinere Wohngebäude, kostenloser Energie-Check: Wer umweltbewusst wohnen und Geld sparen möchte, hat auch im Hochtaunus einige Möglichkeiten.

Energiespar-Förderung für kleinere Wohngebäude, kostenloser Energie-Check: Wer umweltbewusst wohnen und Geld sparen möchte, hat auch im Hochtaunus einige Möglichkeiten.

Hochtaunus. Energie sparen scheint im Hochtaunus schwer in Mode zu sein. Zu diesem Schluss kommt man zumindest, wenn man mit Frank Mühlhause spricht. Der Ingenieur und Energieberater arbeitet bei «POWER», der ökologischen Beratungsstelle von Stadt und Hochtaunuskreis, und kann imposante Zahlen präsentieren.

Rund 130 Anträge, Förderzusagen in Höhe von 430 000 Euro sowie ein Investitionsschub in Höhe von 3,5 Millionen Euro: Dies ist die Resonanz auf ein neues Förderprogramm, das seit dem 1. April in Bad Homburg läuft. Hauptsächlich seien es Solaranlagen, für die öffentliche Mittel beantragt würden.

Aber auch die Gebäudesanierung ist ein Thema. «Bis zu acht Wohneinheiten können gefördert werden, Umsetzung innerhalb eines Jahres», sagt Mühlhause. In der Regel würden 10 bis 20 Prozent der Investitionskosten bezahlt. «Bad Homburg ist damit bundesweit einer der größten Förderer.» Im Vergleich dazu habe die Förderbank von Bund und Ländern, die KfW, bislang nur fünf Prozent bezuschusst.

Dass Energie sparen populär geworden ist, hat auch Lucas Jung festgestellt. Vor allem im Spätsommer und im Winter kämen viele Interessenten. Der selbstständige Sachverständige für Energieeffizienz von Gebäuden beschäftigt sich seit rund sechs Jahren mit allen Fragen der Energieberatung, kalkuliert Wirtschaftlichkeitsberechnungen, stellt Förderanträge und vieles mehr.

«Es gibt ganz viele Möglichkeiten, Energie einzusparen – auch durch Kleinigkeiten wie der Dämmung von Hausleitungssystemen», sagt Jung. Eine gute Sache sei auch der kostenlose Energie-Check, den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) anbietet und den Jung ebenfalls ausführt. «Da weiß man, wo man mit seinem Gebäude und seiner Anlagentechnik steht», sagt der Diplomingenieur. Das sei gerade für Leute geeignet, die sich fragen, ob sich eine Sanierung lohnt.

«Leider ist der Check hier im Kreis bisher noch wenig bekannt», bedauert Energie-Experte Jung. Sein Büro plane daher einen Infoabend mit der Frankfurter Volksbank. Dieser soll im kommenden Jahr stattfinden. ks

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