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Wer war der berühmteste Zappel-Philipp?

Die Schüler der Klasse 4b der Münzenberger Schule waren im Struwwelpeter-Museum und erfuhren die Hintergründe zu den berühmten Kindergeschichten.
Frankfurt. 

Als Kind war er ein unkonzentrierter Schüler, der wegen seiner Zappeligkeit auffiel, schlechte Noten bekam und sogar einmal nicht versetzt wurde. Heute jedoch, 116 Jahre nach seinem Tod, kennen viele Menschen auf der ganzen Welt seine Geschichten.

Richtig geraten! Heinrich Hoffmann, der Autor des Struwwelpeters, war selbst ein Zappel-Philipp. Er lebte von 1809 bis 1894 in Frankfurt. Sein Grab kann man auf dem Hauptfriedhof finden. Nach seiner Schulzeit studierte er in Heidelberg Medizin Danach kam er wieder nach Frankfurt zurück und arbeitete hier als Arzt. Er kümmerte sich vor allem um nervenkranke Kinder. 1840 heiratete er Therese Donner und bekam mit ihr drei Kinder.

Wie aber kam es, dass Heinrich Hoffmann Geschichten schrieb? Das war so: Im Jahr 1844 wollte er seinem ältesten Sohn Carl zu Weihnachten ein Bilderbuch schenken. Aber alle Bücher, die es damals gab, fand er langweilig. Da dachte er sich selbst Geschichten aus und malte Bilder dazu. Dieses Buch war der Struwwelpeter. In vielen seiner Geschichten steckt ein wahrer Kern. So hat zum Beispiel Paulinchen wirklich gelebt Sie hat mit Streichhölzern gespielt und dabei fingen die Gardinen Feuer. Paulinchen verbrannte zum Glück nicht, sondern starb später einen normalen Tod. Auch ihr Grab kann man auf dem Hauptfriedhof finden. Viele Geschichten sind auch heute noch aktuell. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Struwwelpeter auf der ganzen Welt gelesen wird. Es gibt ihn in 40 Sprachen und 70 deutschen Dialekten. Das Original liegt in einem Museum in Nürnberg

Das alles haben die Schüler im Struwwelpeter-Museum erfahren, das 1977 in Frankfurt gegründet wurde. Jährlich wird es von 16 000 Menschen besucht. Es befindet sich in der Schubertstraße 20. Dort hat Beate von Bebenburg, die Leiterin des Museums, der Klasse viel von Heinrich Hoffmann erzählt. Die Schüler konnten Struwwelpeter-Hockey spielen, ein Laufkino ansehen und in einem Fühlkasten Dinge erfühlen. Es gibt auch einen Bastelraum. Unter dem Dach hängen in einem Zimmer Kostüme von den verschiedenen Figuren aus Heinrich Hoffmanns Büchern. Dort verkleideten sie sich und spielten mehrere Geschichten nach.

Das Struwwelpeter-Museum hat geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

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