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Wie im Fünf-Sterne-Hotel

Die Klasse 4c der Pestalozzischule Diez besuchte die AWO am Diezer Hain.
Diez. 

Die AWO sieht zwar aus wie ein Altersheim, aber wenn man erst einmal drin ist, ist alles ganz anders. Wir dachten, wir wären in einem Fünf-Sterne-Hotel. Helmut Hannappel, der Heimleiter, sagte dazu: «Es hat ganze zwei Jahre gedauert, die AWO so umzubauen, dass es den Bewohnern auch gut gefällt. Ein Problem gab es trotzdem: Die Bewohner wollten beim Umbau das Altersheim nicht verlassen. Deshalb mussten wir bauen, und die Bewohner waren dabei. Doch trotz allem haben wir es geschafft, alles so umzubauen, dass es nicht nur uns, sondern auch den Bewohnern gefällt».

Autor: Elijah

Was ist die AWO ?

Awo ist die Abkürzung für den Begriff Arbeiterwohlfahrt. Die AWO wurde von einer Frau Namens Juchartz für Frauen gegründet. Früher konnten die Frauen nicht arbeiten gehen, weil sie sich um ihre Familie mit Oma und Opa, aber auch Großtanten und anderen Bewohnern und ihr Haus kümmern mussten. Um den Frauen es zu ermöglichen einen Beruf ausüben zu können, gründete Frau Juchartz unter dem Namen AWO verschiedene Einrichtungen wie zum Beispiel Pflegeheime und Kindergärten.

Autoren: Giuliano, Luisa S., Meike, Marc-André, Kim

Die AWO heute

Das Seniorenzentrum der AWO in Diez wurde von 1972 bis 1973 erbaut. Das Haus hat drei Stockwerke. Dort gibt es vier Wohngruppen. Die 102 Bewohner leben in Einzel- oder Doppelzimmern. Es gibt 95 Frauen und sieben Männer, die in der Regel über 85 Jahre alt sind. Die Zimmer sind unterschiedlich eingerichtet, da viele Bewohner ihre eigenen Möbel von zu Hause mitbringen.

Außerdem gibt es im Seniorenzentrum Gemeinschaftsräume, Gruppenräume, Speiseräume und eine helle und freundliche Empfangshalle. Der Flur ist groß genug für Rollstuhlfahrer und Rollbetten, er bietet sogar Platz für ein Klavier. Die Räume der AWO laden zum Verweilen ein, es gibt viele Pflanzen, Bilder und ein Aquarium. Steht man auf einem der vielen Balkone der AWO, hat man einen tollen Ausblick. Alles in allem ähnelt die Einrichtung eher einem Hotel als einem Heim für alte Menschen.

Der Speiseplan, der auf jedem Stockwerk zu finden ist, ist den Bedürfnissen der Bewohner angepasst, meist gibt es regionale Spezialitäten.

Autoren: Robin, Marc-André, Luisa S., Kim

Wie Oma und Opa

 


 

früher lebten

Bei ihrem Besuch im Altenheim hat die Klasse 4c viel über das frühere Leben der Bewohner erfahren. Einige Frauen erklärten sich bereit, interviewt zu werden, und erzählten ausführlich aus ihrem Leben.

Angelika: Haben Sie früher samstags Schule gehabt?

Bewohner: Samstags gingen die Kinder auch zur Schule, meistens fand dann am Nachmittag Handarbeit oder Turnen statt.

Nikita: Was wurde unterrichtet?

Bewohner: Es gab Heimatkunde, Singstunde, Rechnen, Lesen und Schreiben. Religion war sehr wichtig, die Kinder mussten regelmäßig zum Gottesdienst gehen.

Lukas K.: Wie haben Sie als Kinder gelebt?

Bewohner: Es gab früher kaum Kindergärten und keine Spielplätze. Wenn wir Freizeit hatten, verbrachten wir sie auf Sportplätzen. Aber meistens mussten wir nach der Schule den Eltern im Haushalt, im Garten und auf dem Feld helfen.

Jonas: Was haben Sie gespielt und womit?

Bewohner: Früher hatten die Kinder wenige Spielzeuge, wenn überhaupt waren diese selbstgemacht. Wir spielten Seilspringen, Hickelhäuschen und Fußball.

Fabienne: Was haben Sie gegessen und gekocht?

Bewohner: Es gab einfaches Essen. Gekocht wurde das, was im eigenen Feld oder Garten angebaut wurde. Das lag daran, dass es wenig Geschäfte gab. Dinge wie Milch- oder Saftpäckchen oder Citrusfrüchte konnte man nicht in Geschäften kaufen. Frische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch mussten schnell verzehrt werden. Diese Nahrungsmittel mussten Oma und Opa täglich frisch einkaufen. Obst und Gemüse wurden eingelegt und somit haltbar gemacht. Zu dieser Zeit mussten die Menschen ihre Einkäufe zu Fuß erledigen.

Nevin: Hatten Sie kein Auto?

Bewohner: Nein, keiner hatte ein Auto, ganz selten hatten reiche Familien einen Motorroller. Die meisten Leute besaßen nur ein Fahrrad. Noch nicht mal der Arzt besaß ein Auto!

Melanie: Wo haben Sie ihre Kleidung gekauft?

Bewohner: Die meisten Kleidungsstücke wurden selbst genäht, gestrickt und gehäkelt und die Sonntagskleidung häufig auch bestickt.

Wie Oma und Opa

 


 

heute leben

Die Bewohner leben nicht alleine, sie werden versorgt und gepflegt. Es gibt einen festen Tagesablauf mit der Möglichkeit die eigene Freizeit zu gestalten. Sie feiern verschiedene Feste im Jahreskreislauf wie Weihnachten, Ostern, Fastnacht und Geburtstage. Die Pfleger bieten den Bewohnern, die nicht mehr alleine einkaufen können, an, sie zu begleiten. Manchmal kommt auch ein Lieferwagen ins Haus. Die Bewohner bekommen Zeitungen, Bücher und Kataloge vorgelesen. Sie können den ökumenischen Gottesdienst besuchen und an verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel Bingo, Kegeln, Sitzgymnastik und Gedächtnistraining teilnehmen. Sie spielen «Stadt Land Fluss», «Dalli klick», «Ich packe meinen Koffer» und vieles mehr. Viele Bewohner finden im Heim Freunde, außerdem darf man sie zu jeder Zeit besuchen.

Der feste Speiseplan wiederholt sich zirka alle acht Wochen. Die Pfleger sind 24 Stunden ansprechbar und für die Bewohner da. Viele Omas und Opas haben einen Fernseher auf dem Zimmer. Eine Kochgruppe, genannt «Filou», trifft sich regelmäßig und hat schon ein Kochbuch mit alten Rezepten zusammengestellt. Andere wiederum treffen sich auf einen kleinen Spaziergang. Tierliebe Omas und Opas bekommen hin und wieder auch tierischen Besuch.

Autoren: Luisa A., Lukas W., Stefan, Monja und Kyra Lehrerinnen: Christa Rossmann und Jasmin Becker

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