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Wir wohnen in einem sozialen Brennpunkt

Frankfurt. Es gibt Quartiere in der Stadt, die immer wieder als Beispiel für einen sozialen Brennpunkt herhalten müssen. Dazu gehören das Bahnhofsviertel, die Siedlung am Bügel (Bonames) und die Siedlung Mainfeld (Niederrad).

Frankfurt. Es gibt Quartiere in der Stadt, die immer wieder als Beispiel für einen sozialen Brennpunkt herhalten müssen. Dazu gehören das Bahnhofsviertel, die Siedlung am Bügel (Bonames) und die Siedlung Mainfeld (Niederrad).

Die Menschen, die in den genannten Wohnvierteln leben, sind sich oft nicht einig darüber, ob der Begriff «sozialer Brennpunkt» angemessen ist oder nicht: Überall gibt es Anwohner, die sich pudelwohl, und solche, die sich dagegen bedroht fühlen in ihren Quartieren – ein Beweis für die Subjektivität des Sicherheitsempfindens. Wir haben drei Menschen aus dem Bahnhofsviertel, Bonames beziehungsweise Niederrad gefragt, wie sich ihr Kiez anfühlt und was sie dort schon erlebt haben.

Siedlung Mainfeld (Niederrad)

Im Mainfeld hat sich in den vergangenen Jahren viel verbessert», findet Emine Ertan, die in einem Hochhaus der Siedlung in Niederrad wohnt. «Es gibt heute weniger Kriminalität als früher. Immer fühle ich mich zwar nicht sicher, aber meistens. Manchmal begegnet man im Treppenhaus Menschen, die nicht vertrauenserweckend sind. Neulich bin ich auf der Straße beleidigt worden – von einem betrunkenen Mann, den ich nicht weiter beachtet habe.

Siedlung am Bürgel (Bonames)

Ich fühle mich unsicher im Ben-Gurion-Ring», gesteht Cong Phan, der in der Siedlung am Bügel lebt und einen Kiosk betreibt. «Obwohl ich noch nie angepöbelt oder verletzt wurde, würde ich niemandem empfehlen, abends durch den Park zu laufen. Man trifft auf der Straße manchmal Gruppen, um die man lieber einen Umweg macht. Das Schaufenster meines Ladens ist schon mal zerschlagen worden, die Täter haben Feuerzeuge mitgehen lassen.»

Bahnhofsviertel

Ich lebe seit 1974 im Bahnhofsviertel und fühle mich hier sehr sicher», sagt Christiane Grieshaber aus der Münchner Straße. «Früher gab es hier schon eine Menge Kriminalität, vor allem im Hauptbahnhof. Das hat sich aber geändert. Ich bin oft nach Mitternacht unterwegs und habe überhaupt keine Angst. Alles ist gut beleuchtet, und es sind sehr viele Patrouillen unterwegs. Es gibt inzwischen viele tolle Discotheken und Clubs hier, ich würde nie wegziehen.

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