China will Unterhändler für Atomgespräche nach Teheran senden

Die chinesische Regierung will die ins Stocken geratenen internationalen Atomgespräche mit dem Iran wieder in Gang bringen. Zu diesem Zweck werde ein hochrangiger Beamter nach Teheran reisen, teilte das Außenministerium in Peking am Freitag mit. Der stellvertretende Außenminister Ma Zhaoxu werde sich am Sonntag und Montag mit der iranischen Seite über die Atomfrage austauschen, sagte Ministeriumssprecher Liu Weimin.

Blick auf die Schwerwasser-Anlage im iranischen Arak. Foto: epa/Archiv Peking. China wolle eine rasche Wiederaufnahme des Dialogs zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten USA, Großbritannien, Russland, China, Frankreich sowie Deutschland, so Liu weiter. Dialog und Kooperation seien der richtige Weg, um den Streit über das iranische Atomprogramm beizulegen, fügte er hinzu. Weiter solle die Zusammenarbeit zwischen Teheran und der internationalen Atomenergiebehörde IAEA gefördert werden. Bei einem Besuch von IAEA-Inspektoren in der vergangenen Woche seien "einige positive Schritte" gemacht worden, hieß es von iranischer Seite am Montag. Die Inspektoren sollen noch in diesem Monat wieder in den Iran reisen.

Die Atomgespräche waren vor etwa einem Jahr in Istanbul wegen fehlender Fortschritte auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Teheran hatte es abgelehnt, die Urananreicherung zu stoppen - ein zentrales Anliegen internationaler Verhandlungen. Der Westen verdächtigt die Islamische Republik, heimlich Atomwaffen bauen zu wollen. Der Iran bestreitet dies.

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