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Gartenschau-Gegner kämpfen vor Gericht gegen die Sägen
Seit Wochen wird in Gießen um die Landesgartenschau gestritten. Das Stadtparlament stoppte nun ein Bürgerbegehren gegen die Veranstaltung. Ein Ende des Streits ist damit längst nicht in Sicht - die Richter haben das Wort.
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Für die Landesgartenschau sollen keine Bäume fallen, fordern nicht wenige. Gießen. Der Streit um Baumfällungen für die Landesgartenschau 2014 in Gießen geht in die nächste Runde. Zwar lehnte das Parlament der mittelhessischen Stadt am Freitagabend ein Bürgerbegehren ab, mit dem Kritiker einen Bürgerentscheid gegen das Großereignis herbeiführen wollten. Doch gleichzeitig stoppte das Gießener Verwaltungsgericht vorübergehend alle Baumaßnahmen und insbesondere die Fällungen, bis es über einen Eilantrag der Bürgerinitiative "Stoppt diese Landesgartenschau" entschieden hat. Für die Macher von Hessens fünfter Gartenschau wird damit die Zeit immer knapper, denn fällen dürfen sie nur noch bis Ende Februar.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte das Bürgerbegehren wegen abgelaufener Fristen abgelehnt. Ob das rechtmäßig ist, klären nun die Richter. Die Bürgerinitiative hält die Entscheidung der Stadtverordneten für anfechtbar, wie Sprecherin Martina Lennartz sagte. Sie habe die "begründete Hoffnung", dass die Initiative einen Erfolg erstreiten könne, betonte sie. Wann in dem Eilverfahren entschieden wird, ist noch unklar.
Von den Fällungen auf dem künftigen Ausstellungsgelände hängen weitere, bereits in Auftrag gegebene Projekte ab, wie der Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, Detleff Wierzbitzki, erklärte. Gibt es dafür bis Ende Februar kein grünes Licht, dürfen die Sägen aus naturschutzrechtlichen Gründen erst im Herbst wieder ran. So betont auch die Stadtspitze laut Mitteilung, dass sie so bald wie möglich mit den Bauarbeiten beginnen möchte, "um dem Artenschutz zu entsprechen und weitere kostenträchtige Verzögerungen zu vermeiden".
Die Bürgerinitiative lehnt die Gartenschau mit dem Argument ab, dass sie zu teuer für die hoch verschuldete Stadt ist. Außerdem wehren sich die Kritiker dagegen, dass für die Blumenschau 174 Bäume gefällt werden sollen. Die Befürworter der Gartenschau versprechen sich hingegen große Chancen für Gießens weitere Entwicklung.



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