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Brutaler Überfall auf Schach- und Bridgeverein
Täter kamen mit Schlagstöcken, Elektroschocker und einer Schusswaffe
Hinter der unscheinbaren Tür liegt der Brettspielverein, der am gestrigen Morgen überfallen wurde. Um das Schild kümmerten sich die Täter nicht. Foto: kbr
Ein Raubüberfall am frühen Morgen des gestrigen Montags in Neu-Isenburg wirft einige Fragen auf. Die Polizei fahndet noch nach den Tätern.
Neu-Isenburg. Der Mann mit der Baseballkappe steht im Hof seines Wohnhauses. Immer noch scheint er geschockt und wütend zu sein über das was am gestrigen Montagmorgen, gegen 5 Uhr nur wenige Meter von seiner Wohnung entfernt geschah. «Ich habe Schreie gehört», sagt er. In diesem Moment wusste er noch nicht, dass es sein Bruder, Neil E. (43), war, der schrie. «Zu viert oder fünft sind sie über ihn hergefallen», schildert er Details.
Ein einzelner Gast mit einer weißen Kappe hatte vor der Tür des Schach- und Bridgevereins in der Friedrichstraße gestanden. «Einlass nur für Mitglieder» steht auf einem weißen Schild. Sein Bruder habe die Tür geöffnet und im selben Moment seien die Täter, auf ihn eingestürmt. Mit Schlagstöcken und Elektroschocks wurde er malträtiert. Dann wurden die Geldbörsen und Mobiltelefone der wenigen Gäste, die um diese Zeit da waren, eingesammelt und die vier Täter flüchteten zu Fuß in Richtung Hugenottenallee/Bahnhofstraße. Warum gerade zu dieser Zeit der Raubüberfall über die Bühne ging, könne er sich allerdings auch nicht erklären. Schließlich sei dies nur ein Schach- und Bridgeverein. Man spiele Brettspiele und gelegentlich Poker. «Nur um Chips», wie er sogleich betont.
Ein gebrochenes Nasenbein und Rippenbrüche sind die Folgen des ungewollten Besuches. Das direkt neben den Vereinsräumen liegende Wettbüro ist an diesem Montag auch geschlossen. Sein Name steht zwar an der Tür, betrieben werde es aber von seiner Frau, erklärt der Bruder des Opfers. Auf Fragen, ob vielleicht mehr dahinter stecke, als ein einfacher Raubüberfall, weicht er aus. Ein Nachbar, der zufällig dazu kommt, meint «schon wieder», als er erfährt, dass es einen Überfall gab. Aber die Fragen dazu bleiben unbeantwortet, ebenso wie die, warum ein bewaffneter Raubüberfall, die Täter hatten wohl auch Schusswaffen dabei, um 5 Uhr morgens in einen Schach- und Bridgeklub mit derartiger Brutalität verübt wurde. Sein Bruder, und das ist die gute Nachricht dabei, wird wohl bald die Uniklinik verlassen können. Allerdings stehe dann eine Operation der gebrochenen Nase an.
Die Täter werden als 18-25 Jahre alt und alle als 1,75-1,80 Meter groß beschrieben; möglicherweise stammen sie aus Rumänien, teilt die Polizei mit. khn
Wer die Täter vor der Tat oder bei der Flucht gesehen hat, wählt die Telefonnummer der Kripo (0 69) 80 98-12 34. khn


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