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Abiturient, Organisator und Klaviervirtuose
Su-Hwan Kim kümmerte sich um sein eigenes Konzert und überzeugte mit seinem Spiel
Als Teil seiner Abiturprüfung musste Su-Hwan Kim ein Konzert organisieren. Dies und sein eigener Auftritt gelangen ihm mit Bravour.
Neu-Isenburg. ![]()
Der Abiturient Su-Hwan Kim machte sein Meisterstück nicht nur am Flügel. Foto: Postl Sich als Starpianist "ins gemachte Nest" zu setzen, den dennoch verdienten Applaus einzuheimsen, ist eine Sache – sein eigenes Konzert auch noch selbst zu organisieren, sicherlich eine weitaus größere Aufgabe. Aber genau dieser Herausforderung wollte sich Su-Hwan Kim, Schüler an der Goetheschule in Neu-Isenburg und dazu noch ein begnadeter Klavierspieler, stellen.
Der 17-jährige Su-Hwan Kim gewann nicht nur den ersten Preis beim Musikförderwettbewerb der Stiftung der Sparkasse Langen-Seligenstadt, sondern auch bei "Jugend musiziert" und heimste zudem einen Sonderpreis der "Chopin-Gesellschaft Taunus " beim zwölften Mendelssohn-Wettbewerb im zurückliegenden Jahr ein.
Im Zusammenhang mit seiner "besonderen Lernleistung" als Teil der Abiturprüfung im Fach Musik hat der Schüler nun erstmal ein Konzert selbst organisiert müssen. Dabei galt es mehrere Probleme zu lösen: Woher bekomme ich einen geeigneten Raum? Woher kommen weitere mitwirkende Musiker. Wie erfahren interessierte Menschen davon, damit wir nicht vor leeren Stühlen spielen? Dazu müssen das Programm erstellt und Einladungen verschickt werden. Und in der Pause oder nach dem Konzert sollten die Gäste mit Getränken versorgt werden. "Das musste Su-Hwan Kim alles während seines normalen Schulalltags zusätzlich erledigen, sicherlich auch noch viel für das Konzert proben", beschreibt Maria Elisabeth Ranft, Musiklehrerin an der Neu-Isenburg die große Belastung.
Für guten Zweck
Aber Su-Hwan Kim machte sich gar noch weitere Gedanken. Da im Schul- und Bildungszentrum Westend alles wie bei einem richtigen Konzert ablaufen sollte, wurde auch Eintritt erhoben. "Was mache ich, wenn etwas übrig bleibt – verteile ich das Geld an die Mitwirkenden?", so die Gedankenspiele des angehenden Abiturienten. Auch hier hatte Su-Hwan Kim eine besondere Idee. Über Freunde erfuhr er von einem Förderprojekt der Frankfurt International School, die mit dem "Kalahari Education Experience" ein Schulprojekt in Südafrika fördert. Also lud der Konzertmacher Gäste ein, die das Projekt in der Pause vorstellten. Freilich hatte Su-Hwan Kim auch eine Moderatorin für sein Konzert engagiert, die mitwirkende Künstler und ihre Stücke vorstellte.
Su-Hwan Kim stellte das von ihm organisierte Konzert unter das Motto "Von Chopin bis Ravel – Die Welt der grenzenlosen Virtuosität". "Ein perfekter Bogen, der alle Facetten der dargebotenen Stücke beinhaltet", sagte Maria Elisabeth Ranft. Das Konzert in der Aula des Bildungszentrum West wurde von Chae-Hwan Lim mit zwei Konzertetüden von Franz Liszt eröffnet, dann ließ Lim Maurice Ravel "Jeux d´Eau, Opus 30 (Wasserspiele) folgen und schloss mit Frédéric Chopins "Scherzo Nr. 1 Opus 20, h-moll. "Also, als ich 14 Jahre alt war, konnte ich das so noch nicht spielen", zeigte sich auch Thomas Peter-Horas, Leiter der Musikschule, beeindruckt. Die 1994 in Wiesbaden geboren Gina Redliner überzeugte nicht minder mit den "Variations sérieuses Opus 54 d-moll, aus der Feder von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Fulminant ihre Interpretation der "Ungarischen Rhapsodie 359 Nr. 2 c-moll.
Tosender Applaus
Der zweite Teil gehörte dann alleine Su-Hwan Kim. In beeindruckender Weise spielte der Klavier-Virtuose die viersätzige "Suite Bergamasque" von Claude Debussy. Fulminant das "Prélude", eindrucksvoll das "Menuet", zauberhaft das "Clair de Lune" und stimmungsvoll das "Passepied". Nach einer Konzentrationsphase setzte Su-Hwan Kim mit der "Ballade 171 Nr. 2 h-moll" den Schlusspunkt unter ein mit tosendem Applaus bedachtes Konzert. "Da kann ich nur eine Eins vergeben, da war alles perfekt", sagte Maria Elisabeth Ranft.lp



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