Café der Arbeitsloseninitiative feiert Geburtstag

Bürgermeister Zimmer versprach, dass die Finanzierung auch in Zukunft gesichert ist

In den 15 Jahren seines Bestehens hat das Café der ökumenischen Arbeitslosen Initiative vielen Menschen geholfen.Während einer Feierstunde gab es viel Lob für die Arbeit.

Von Nicole Jost

Dreieich. Carsten Müller (r.), Martin Burlon (l.) und Bürgermeister Dieter Zimmer (4. v. l.) bedankten sich bei Wulf-Dieter Preiß (4.v.r.) Foto: njo Seit 15 Jahren ist das Café der ökumenischen Arbeitslosen Initiative (ÖAI-Café) ein wichtiger Treffpunkt in Dreieich. Arbeitslose Menschen finden hier ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte, einen heißen Kaffee, Unterstützung beim Ausfüllen wichtiger Dokumente, und so manch einer hat schon auf Vermittlung der Mitarbeiter der Initiative wieder einen Arbeitsplatz gefunden.

Initiator und ehrenamtlicher Geschäftsführer des ÖAI-Cafés, Wulf-Dieter Preiß, hatte gemeinsam mit seinen Mitstreitern zu einer Feierstunde in den Gemeindesaal von St.Laurentius eingeladen.

"Als wir vor 15 Jahren unsere Türen geöffnet haben – damals noch in einem einzigen Souterrain-Raum in der Gemeinde St. Stephan, da haben wir mit einem solchen Zuspruch nicht gerechnet", erinnert sich Preiß. Rund 15 000 Besucher hatte das ÖAI-Café im Laufe der vergangenen Jahre. Die Anlässe waren vielfältig, für die meisten Besucher stand die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz im Vordergrund. Die vier hauptamtlichen Mitarbeiter und zehn ehrenamtlichen, die regelmäßig zur Unterstützung mitarbeiten, helfen auch bei den richtigen Bewerbungsunterlagen.

Erschwerte Suche

"Die Menschen, die zu uns kommen, sind meist nicht hoch qualifiziert, eher älter und oft schon länger arbeitslos. Nicht selten sind die Deutschkenntnisse lückenhaft – also alles Faktoren, welche die Arbeitssuche erschweren", erzählt Wulf Dieter Preiß aus dem Alltag des Cafés.

Dennoch sei es gelungen durchschnittlich 30 Arbeitssuchende im Jahr wieder zu vermitteln. "Das sind Hunderte in den vergangenen 15 Jahren. Dennoch ist es wahrlich kein Grund zum Feiern, dass wir immer noch gebraucht werden", betonte der Initiator des ÖAI-Cafés. Es sei aber eine gute Gelegenheit sich bei denjenigen zu bedanken, welche die Einrichtung unterstützen, wie der Kirche, welche die Räume stellt, der Stadt Dreieich, die mit 10 000 Euro jährlich hilft, und dem Kreis Offenbach

Pfarrer Erik Wehner bedankte sich bei Preiß für sein Engagement. "Hier bekommen Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, Hilfe. Arbeitslosigkeit bedeutet meist nicht nur einen Mangel an Einkommen, sondern auch an Anerkennung und Identität", sagte Wehner.

Keine Kürzungen

Auch Kreisbeigeordneter Carsten Müller (SPD) und Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) betonten die Wichtigkeit der Einrichtung: "Leider brauchen wir sie immer noch", sagte Zimmer. Er sicherte der Initiative auch künftig Unterstützung zu und erklärte, dass das ÖAI-Café nicht für eine Kürzungen vorgeschlagen worden sei,.

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