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Triathlon: 2600 Teilnehmer erreichten beim 16. Frankfurter Ironman das Ziel auf dem Römerberg

Von Renndirektor Pascal Morillon erlebt einen entspannten längsten Tag, der vielen Lust macht auf eine Wiederholungstat.
Problemzone: Beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke vermissten die Ironman-Organisatoren ein paar Helfer. Foto: Rainer Rüffer Problemzone: Beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke vermissten die Ironman-Organisatoren ein paar Helfer.
Frankfurt. 

Die Leiden des Vortags hatten ihre Spuren hinterlassen. Normale Gangarten waren selten bei der Siegerehrung des 16. Frankfurter Ironman auf der Außenfläche der Eissporthalle. Selbst Sebastian Kienle, der Mann, der am sogenannten längsten Tag des Jahres alle anderen hinter sich gelassen und seinen dritten Europameisterschaftstitel am Main gefeiert hatte, musste zugeben, dass er am Montagmorgen schon an mancher Treppenstufe hängen geblieben war. „Ich bin vielleicht im Schwimmen, Radfahren und Laufen besser als die anderen hier“, erklärte der 33-Jährige, „aber ansonsten sind wir uns alle ähnlich“.

Bilderstrecke Ironman Frankfurt: 3000 Triathleten vollbringen Höchstleistungen
Impressionen vom Ironman Frankfurt 2017. Knapp 3000 Athleten starten am Langener Waldsee mit dem Schwimmen.Impressionen vom Ironman Frankfurt 2017. Knapp 3000 Athleten starten am Langener Waldsee mit dem Schwimmen.Impressionen vom Ironman Frankfurt 2017. Knapp 3000 Athleten starten am Langener Waldsee mit dem Schwimmen.

Insgesamt 2600 von 2835 gestarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatten es in diesem Jahr nach 3,8 Kilometern Schwimmen im Langener Waldsee, 177 Kilometern auf dem Rad sowie einem Marathonlauf über 42,195 Kilometer ins Ziel auf dem Römerberg geschafft. Die im Vergleich zum vergangenen Jahr etwas höhere Ausstiegsquote führt Björn Steinmetz, der Geschäftsführer von Ironman Deutschland, auf die Hitze zurück. Temperaturen von mehr als 30 Grad ließen manchen doch vorzeitig schlappmachen. Dennoch, betonte Renndirektor Pascal Morillon, „hatten wir noch nie einen so ruhigen Ironman wie diesen“. Wenige, aber vor allem keine schweren Unfälle bilanzierten die Organisatoren. Allein in der Wechselzone 2 am Mainkai, wo die Triathleten vom Rad in die Laufschuhe stiegen, habe es aufgrund einiger fernbleibender Helfer ein Problem gegeben, sagte Morillon. Dennoch habe man mit Hilfe von mehr als 4200 Volunteers wieder „ein richtiges Monster auf die Beine gestellt“.

Zwischen Schmerzen und Euphorie

Sie hatten sich zwölf Monate lang auf ihren längsten Tag des Jahres, wie der Ausdauer-Dreikampf häufig bezeichnet wird, vorbereitet. Und Daniel Markic, Renaldo Recchiuti und Corina Aschenbrenner, die drei Hobby-Triathleten aus der Region, die wir in unserer Samstag-Ausgabe vorgestellt haben, meisterten den Ironman Frankfurt mit Bravour.

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ie Verkürzung der eigentlich 180 Kilometer langen Radstrecke um drei Kilometer, die eine Baustelle in Friedberg nötig gemacht hatte, trübte die positiven Eindrücke nicht. „Wir haben das ja frühzeitig kommuniziert“, erklärte Steinmetz. Dass das Kienle und damit auch die Veranstalter wohl einen neuen Streckenrekord gekostet hatte, bedaure er nicht. „Ich bin kein Freund von solchen Bestmarken“, erklärte der Wiesbadener. Zu viele Faktoren beeinflussten die Ironman-Rennen; „entscheidend ist doch nur, dass der schnellste Mann gewonnen hat“. Doch natürlich werde man sich im nächsten Jahr bemühen, wieder reguläre Bedingungen anbieten zu können.

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Ein riesiges Dankeschön!

Eigentlich genügt heute ein einziges Wort – es war BEINHART! Dreizehndreiviertelstunden – angefühlt hat sich das Rennen noch länger.

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Unabhängig davon nutzten einige derer, die zur Abschlussfeier an den Ratsweg gekommen waren, die Gelegenheit, sich gleich wieder für die nächste Auflage des Frankfurter Ironman anzumelden. Andere widmeten sich stattdessen erst einmal der Reiseplanung für die Weltmeisterschaften am 14. Oktober auf Hawaii, für die 75 Slots zu vergeben waren. Während die Siegerin in der höchsten Altersklasse bei den Frauen, der Ü 60 bis 64, Gabriele Weiler, sich diesen stolz auf der Bühne abholte, ließ der älteste Teilnehmer bei den Männern, Joachim Sackel, sich dort nach der Siegerehrung nicht mehr blicken. Der 77-Jährige, der bei seinem neunten Ironman und dem vierten in Frankfurt 13:22:38 Stunden unterwegs war, kennt das Rennen in Kailua-Kona schon. „Ich war zweimal dabei“, erzählte der Mann aus der Nähe von Bonn. Auch 2000, nachdem er sein Debüt als Eisenmann gegeben hatte. Beide Male landete er auf dem Podest. Mit seiner Zeit von 2017 zeigte sich Sackel nur bedingt zufrieden. „Die Körperstrukturen und auch das Lungenvolumen sind eben nicht mehr so wie früher.“ Doch offenbar noch gut genug, um weiterhin zu den ganz harten Ausdauersportler zu zählen. Mit dem früheren Welt- und erneuten Europameister Kienle verband Sackel gestern allerdings noch mehr: „Als ich vorhin zur Siegerehrung auf die Bühne bin“, verriet der Altersklassensieger, „bin ich auch an der Treppe hängen geblieben.

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