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Bayern München: Alle schwärmen, zwei mahnen

Die Bayern treffen heute auf den FC Augsburg. Für Jupp Heynckes ein guter Gradmesser für sein zuletzt so erfolgreiches Team.
Jupp Heynckes lässt nicht locker. Auch für die Bayern sind zwei Drittel der Saison  noch zu spielen. Foto: Philippe Ruiz (imago sportfotodienst) Jupp Heynckes lässt nicht locker. Auch für die Bayern sind zwei Drittel der Saison noch zu spielen.
München. 

Sandro Wagner? Nein, Jupp Heynckes wollte dazu nichts sagen. Jedenfalls nichts Konkretes. Ja, verriet der Trainer des FC Bayern am Freitag, zwischen München und Hoffenheim bestünde diesbezüglich Kontakt, und ja, „Wagner hat sich gut entwickelt“, er sei Nationalspieler, außerdem wohne seine Familie in München, und seine Frau erwarte das dritte Kind.

Davon abgesehen forderte Heynckes vor dem Spiel des deutschen Fußball-Rekordmeisters gegen den FC Augburg am heutigen Samstag wiederholt Geduld.

„Solche Transfers sind im Winter sehr schwierig“, sagte er. Vor allem aber will er ganz offensichtlich, dass der Transfer anständig, dass er korrekt abgewickelt wird. Zu klären ist wohl nur noch, wie hoch die Ablöse sein wird.

Es läuft also für Heynckes. Und den FC Bayern. Sieben Siege in Serie sind unter Heynckes gelungen, statt zuvor fünf Punkten Rückstand auf Borussia Dortmund hatte der deutsche Rekordmeister vor dem zwölften Spieltag vier Punkte Vorsprung – auf RB Leipzig (sowie deren sechs auf Dortmund). Dazu haben die Münchner in der Champions League das Achtelfinale erreicht, ebenso im DFB-Pokal.

Es ist eine Kehrtwende, die den Vorstandsvorsitzenden schwärmen lässt: „Einen solchen Umschwung“, schrieb Karl-Heinz Rummenigge im Editorial des hauseigenen Bayern-Magazins, „habe ich in dieser Qualität in so kurzer Zeit wohl auch noch nicht erlebt“. Deshalb sei er mit dem Saisonverlauf auch „sehr zufrieden“ und „insbesondere natürlich“ mit den Wochen unter Heynckes.

Aber, mahnte Rummenigge, zwei Drittel der Saison seien noch zu spielen, und deshalb: „Es hilft jetzt nichts, wenn wir uns alle in den Armen liegen und die sieben Siege in Serie feiern.“ Heißt auch: Das Spiel gegen den FC Augsburg wird zum Charaktertest. „Wir müssen zusehen, dass wir nach der Länderspielpause da weitermachen, wo wir davor aufgehört haben“, forderte Rummenigge.

Er muss sich keine Sorgen machen. Geht es nach Heynckes, besteht in der Tat kein Grund zur Zufriedenheit. „Wir müssen kritisch mit uns umgehen“, sagte er am Freitag, und nein, „es ist ja nicht alles gut gewesen, was wir gezeigt haben“. In der Abwehr vermisst Heynckes bisweilen die Disziplin, vor dem Tor klare Aktionen. „Wir müssen uns verbessern“, weiß er.

Den heutigen Gegner schätzt Heynckes als guten Gradmesser für seine Mannschaft ein. Augsburg, sagte er, habe er sich jetzt zweimal auf Video angesehen, „und ich muss sagen, ich bin beeindruckt“. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum sei „wahnsinnig ehrgeizig, laufstark, aggressiv“ und „wirklich sehr gut zusammengestellt“. Der FC Augsburg sei „ein wirklich guter Gegner“.

Fehlen werden heute Thomas Müller und Franck Ribery, außerdem Thiago mit Knieproblemen. Dafür wird Jerome Boateng vermutlich zum Kader gehören.

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