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Am liebsten einen Titel zum Abschied

Von Ab dem nächsten Jahr geht der Frankfurter für die Rhein-Neckar Löwen aufs Parkett. Vorher will er den Meister aber ärgern.
Ab heute in Doha am Ball: Handballer Steffen Fäth (vorne). Foto: Marijan Murat (dpa) Ab heute in Doha am Ball: Handballer Steffen Fäth (vorne).
Frankfurt. 

Er stand nur vier Minuten auf dem Parkett. Doch Steffen Fäth ist dankbar, dass Bundestrainer Dagur Sigurdsson ihm diese ermöglichte. Olympische Spiele, sagt der 27-jährige Frankfurter, erlebe man als Handballer vielleicht zweimal. Dieses ganze Event, die „riesigen Zeremonien“, das Miteinander mit den Weltstars des Sports, „die man sonst nur im Fernsehen sieht“, und nicht zuletzt die Bronzemedaille, die er mit der deutschen Nationalmannschaft gewann, – das wird für immer etwas ganz Besonderes für den Spieler der Füchse Berlin bleiben.

Dabei hatte er um die Teilnahme in Rio kräftig zittern müssen. Denn im Mai 2016 hatte sich der Europameister im Training bei seinem damaligen Verein HSG Wetzlar die Mittelhand gebrochen. „Das war schlimm im ersten Moment“, gesteht er. Dann habe man versucht, den besten und schnellsten Weg zur Genesung und die beste Operationsmethode zu finden. „Irgendwann musste auch noch der Draht raus“, erklärt Fäth. Doch am Ende, da reichte es zur Mitnahme nach Brasilien und schließlich, nach einer Verletzung von Rückraumkollege Christian Dissinger vor dem Viertelfinale, zum Wechsel von der Tribüne auf die Bank und dann auch aufs Spielfeld. „Ich hätte natürlich gerne mehr gespielt“, gibt Fäth zu. „Aber ich war nicht im Vollbesitz meiner Kräfte und weiß nicht, ob ich dem Team besser hätte helfen können“, sagt Fäth.

Die schönen Erinnerungen sind Vergangenheit, die Spiele in Tokio noch drei Jahre entfernt. „Ich hoffe, dass ich noch einmal dabei bin“, sagt der Familienvater. „Aber dann bin ich ja schon 30.“

Die Nationalmannschaft, die zuletzt das bittere WM-Aus im Achtelfinale zu verkraften hatte, steht jetzt aber erst einmal im Hintergrund, Fäths Blick richtet sich auf seine zweite und letzte Saison in der Hauptstadt. Sein Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen und damit wieder näher an die hessische Heimat steht schon länger fest. Vorher jedoch will er mit den Füchsen in der Liga „die drei Großen ärgern“.

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Der Saisonauftakt verlief nicht nach Maß: In der zweiten Pokalrunde besiegte das Team von Trainer Velimir Petkovic den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen erst in der Verlängerung. Verletzungsprobleme machten dem Favoriten zu schaffen, und auch Fäth ist davon nicht frei. Schulterprobleme lassen ihn „nicht richtig werfen“. Seinen Einsatz bei der Vereinsweltmeisterschaft in Doha, wo der zuletzt zweimal erfolgreiche Bundesligist am heutigen Freitag (16 Uhr) zuerst auf die Brasilianer vom Esporte Clube Pinheiros trifft, sei aber nicht gefährdet. „Ich denke, die Physiotherapeuten bekommen das hin“, sagt Fäth.

Die Bundesliga beginnt für Berlin dann erst am 3. September mit dem Duell gegen die Eulen aus Ludwigshafen. „Wir sind gewappnet“, betont der Rechtshänder. Und wenn seine Schulterprobleme weg seien, könne er richtig durchstarten. Denn seinen Abgang aus der Stadt, mit der er anfangs fremdelte, in der er sich aber eingelebt hat, will der beim VfL Goldstein groß gewordene Spieler möglichst erfolgreich gestalten: am liebsten mit einem Titel im Gepäck.

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