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Anführer für den Abstiegskampf

Der spektakuläre Mainzer Neuzugang ist viel herumgekommen in seiner Karriere. Nigel der Jong spielte in Amsterdam, Hamburg, England, Italien, den USA in der Türkei, ehe er jetzt im Herbst seiner Karriere bei dem Fußball-Bundesligisten aus Rheinhessen noch einmal neu angreifen möchte.
Bestens gelaunt in Mainz angekommen: Neuzugang Nigel de Jong Foto: bild pressehaus (www.bild-pressehaus.de) Bestens gelaunt in Mainz angekommen: Neuzugang Nigel de Jong
Mainz. 

Der FSV Mainz 05 ist mittlerweile auch für große Namen des internationalen Fußballs eine gute Adresse. Nach dem früheren Ausnahmetalent Bojan Krkic aus Spanien hat sich jetzt in Nigel de Jong ein niederländischer Vize-Weltmeister von 2010 für die Rückrunde der Bundesliga an den abstiegsbedrohten Club gebunden. Die kurze Vertragslaufzeit ist für den 33-jährigen Mittelfeldstar mit der schillernden Karriere und der bisweilen überharten Spielweise kein Problem. „Ich will erst zeigen, was ich kann. Wenn die Leistung stimmt, können wir verlängern“, sagte de Jong am Sonntag bei seiner offiziellen Vorstellung in Mainz.

De Jong spielte zuletzt für den türkischen Spitzenclub Galatasaray Istanbul, kam dort aber mit seinem Trainer Igor Tudor nicht klar. „Es lief nicht so gut, was aber nichts mit dem Fußball zu tun hatte“, sagte er. Am Freitag löste er seinen Vertrag in der Türkei auf und unterschrieb kurz danach ablösefrei seinen Kontrakt in Mainz. „Ich wusste, dass ich wieder eine Chance bekomme“, meinte der frühere HSV-Profi, der als zweites berufliches Standbein ein Autohaus für edle Karossen in Hamburg betreibt.

Im Vergleich zu seinen früheren Karrierestationen Ajax Amsterdam, Hamburger SV, Manchester City, AC Mailand, Los Angeles Galaxy und auch Galatasaray fällt der FSV Mainz 05 vom Namen her zwar ab. Doch nach seinen Erfahrungen in Istanbul hat der Routinier genau so eine Herausforderung gesucht. „Das gefällt mir so an Mainz 05: Hier geht es nur um Fußball. Hier stimmt die Organisation. Wenn die nicht stimmt, passt es nicht“, betonte de Jong.

Seit seiner Zeit beim HSV liebt der Niederländer zudem die Bundesliga. „Sie ist für mich eine der besten Ligen der Welt. Deshalb wollte ich ja auch zurück.“ Gleich am Sonntag kam er auch zum ersten Mal für seinen neuen Verein zum Einsatz. Bei einer 0:3-Testspiel-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach wurde de Jong in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Beim 2:1-Sieg am Vortag gegen den FC St. Gallen aus der Schweiz hatte er noch zugeschaut.

Die Mainzer sehen in ihrem prominenten Neuzugang den lange vermissten Anführer für den Abstiegskampf. „Er ist ein Mentalitätsspieler, ein Leader. In der Vorrundenanalyse kam genau das zutage und wir haben reagiert“, erklärte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder am Sonntag. „Wir haben ihn aus vollster Überzeugung verpflichtet. Er ist noch nicht fertig mit seiner Karriere und passt vom Charakter zu uns. Bei ihm geht es nichts ums Geld, es geht ausschließlich um den Sport.“

In der Tabelle stehen die Mainzer nach der Hinrunde nur auf dem 15. Platz der Bundesliga. Deshalb weiß auch de Jong, dass die nächsten Monate im Bundesliga-Abstiegskampf nicht leicht werden. „Wir müssen als Team überzeugen“, meinte er bei seiner Vorstellung. Wo er selbst zum Einsatz komme, sei ihm nicht so wichtig. „Ich könnte auch im Sturm spielen, aber ich glaube nicht, dass mich der Trainer da hinstellt.“

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