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Fußball: Armin Veh als Kölner Aufbauhelfer

Armin Veh wird überraschend Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln. Als Trainer führte er schon die Frankfurter Eintracht einst von der Zweiten Liga zurück in die Bundesliga.
Armin Veh. Foto: Christian Klein (Foto Klein) Armin Veh.
Köln. 

Der tief gestürzte 1. FC Köln hat Armin Veh als Hoffnungsträger für den Wiederaufbau verpflichtet: Der frühere Meistertrainer übernimmt beim abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslicht überraschend das Amt des Managers – rund sechs Wochen nach dem Abschied des vorherigen Sportchefs Jörg Schmadtke und drei Tage nach der Trennung vom einstigen Erfolgstrainer Peter Stöger.

„Wir haben mit Armin Veh einen Mann für die Position gewonnen, der unsere Kriterien perfekt erfüllt“, sagte der zuletzt heftig kritisierte Club-Präsident Werner Spinner: „Dass wir ihn überzeugen konnten, diese Aufgabe anzugehen, ist ein echtes Aufbruchssignal für den FC und tut uns sehr gut.“ Veh wird den Job am kommenden Montag offiziell antreten, der 56-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2020.

„Auf die Möglichkeit, beim 1. FC Köln ein nachhaltiges Projekt anzugehen, freue ich mich sehr“, sagte Veh, der 2007 den VfB Stuttgart zur Meisterschaft geführt hatte und seine Trainerkarriere mit dem Engagement in Köln nun offiziell beendet: „Die Verantwortlichen des FC haben mich davon sofort begeistert, und ich sehe es als riesige Herausforderung und zugleich tolle Möglichkeiten, in diesem faszinierenden Traditionsklub etwas zu bewegen.“ Es ist für Veh allerdings keine klassische Retter-Mission: Ein Abstieg und die anschließende Rückkehr in die erste Liga müssen schon jetzt Teil der Überlegungen sein. Der FC spielt eine historisch schlechte Bundesliga-Saison und steht nach 14 Spielen mit drei Punkten am Ende der Tabelle. Veh wird an der Seite von Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle arbeiten, den er aus der gemeinsamen Zeit in Stuttgart kennt. Nur einen Tag vor dem wichtigen Europa-League-Spiel bei Roter Stern Belgrad ist die Verpflichtung für den Verein eine dringend benötigte Erfolgsmeldung.

Erst am Sonntag nach dem 2:2 bei Schalke 04 war die Ära Peter Stöger zu Ende gegangen. Der Österreicher hatte die Kölner zuvor in vier Jahren aus der zweiten Bundesliga in die Europa League geführt, konnte den Absturz aber nicht verhindern. Bis zur Winterpause betreut nun der bisherige U19-Trainer Stefan Ruthenbeck die Profis, die mit einem Sieg in Belgrad in die Zwischenrunde der Europa League einziehen könnten.

Schmadtke war schon im Oktober überraschend von Bord gegangen. Verschiedene Namen wurden anschließend gehandelt, Vehs war allerdings nicht darunter. Als Trainer sammelte er Erfahrung in mehr als 600 Spielen, war auch bei Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV tätig. In der Saison 2009/10 verantwortete er zudem die sportliche Leitung des VfL Wolfsburg in Doppelfunktion als Trainer und Geschäftsführer.

Und mit dem Aufstieg kennt er sich auch aus. Als Veh im Sommer 2011 zur Frankfurter Eintracht kam, war der Club gerade in die Zweite Liga abgestiegen. Am Ende seiner ersten Saison in Frankfurt war die Eintracht wieder Bundesligist. Eine spätere Beförderung zum Sportvorstand zerschlug sich, weil Veh nach dem überraschenden Abgang von Thomas Schaaf für eine weitere Amtszeit als Trainer nach Frankfurt zurückkehrte – eine Geschichte, die nicht gut ausging.

(sid,rich)

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