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United Volleys: Aufschlag zur zweiten Saison

Von Die United Volleys Rhein-Main gehen am Samstag in Düren mit einem eingespielten Team in die neue Bundesliga-Saison, treffen aber auch auf erstarkte Konkurrenz. Trainer und Spieler hadern mit dem Spielplan.
Warten auf den ersten Ball: Moritz Reichert (vorne) und Libero Florian Ringseis. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Warten auf den ersten Ball: Moritz Reichert (vorne) und Libero Florian Ringseis.
Frankfurt. 

Vor einem Jahr war der frühere Frankfurter Internatsschüler Moritz Reichert als Talent mit einem Riesenpotenzial nach Hessen zurückgekehrt. Nun geht der Nationalspieler als einer der Leistungsträger in die Saison. „Beim Aufwärmen bin ich immer noch im Kreis der jungen Spieler“, so der 21-Jährige. Das Spiel im Sand hat der frühere Junioren-Weltmeister im Beachvolleyball eingestellt, er möchte sich nun voll aufs Volleyball in der Halle konzentrieren. „Es ist schöner, in einem Team zu spielen. Volleyball in der Halle ist außerdem athletischer, intensiver, macht einfach mehr Spaß.“

Den Sommer über verbrachte Reichert mit der Nationalmannschaft. Gespielt hat er selten, trainiert umso intensiver. „Da konnte ich viel lernen, sportlich wie drumherum. Das neu Erlernte will ich nun auf dem Feld zeigen, aber auch weitervermitteln.“ Seine Erwartungen an die Mannschaft, aber auch an sich selbst seien höher. Er fühle sich keineswegs als einer der Routiniers, will aber auf jeden Fall mehr Entlastung übernehmen.

Dies erfreut nicht nur Kapitän Christian Dünnes. Der in der vergangenen Saison zum wertvollsten Spieler der Liga gewählte Diagonalspieler ist sicher, dass seine sportliche Führungsrolle geringer sein wird. „Es wird nicht mehr so viel über mich gespielt. Die jungen Spieler sind so weit entwickelt, dass sie mehr Verantwortung übernehmen, mehr Bälle bekommen werden. Viele ausgeglichene Spieler kennzeichnen eine Spitzenmannschaft. Wir sind nun so weit, werden weniger ausrechenbar.“

Dies sei auch ganz im Sinne von Trainer Michael Warm. „Dünnes und unser Steller Jan Zimmermann sind gesetzt, alle anderen Positionen können je nach Gegner und nach Form variabel besetzt werden.“ Für die zwei Außenangriff-Plätze hat der Coach allein fünf vom Typ her völlig unterschiedliche Alternativen. „Moritz Reichert ist der Allrounder, in der Annahme wie im Angriff stark, Jan Klobucar derjenige, der so gut wie nie Fehler macht. Peter Wolf hat sich stark entwickelt, er ist der schnellste der Außenangreifer. Die jungen Neuzugänge Adrian Aciobanitei und Mitchell Tulley haben enorme Qualität im Angriff und im Aufschlag, der 2,08 Meter große Australier ist zudem ein sehr starker Blockspieler“, beschreibt Warm das Quintett.

Diese Breite müsse man haben, denn der von ihm wie von Dünnes hart kritisierte Terminplan fordere die Spieler zu sehr. „Mich ärgert die Unausgewogenheit. Während wir keine einzige Woche zur Erholung haben, hatten einige Konkurrenten das Glück, dass ihre Gegner Verschiebungen zugestimmt haben. Unsere nicht“, so Warm, während Dünnes erklärt, dass er grundsätzlich nichts gegen Arbeit an den Weihnachtsfeiertagen habe, es müsse aber für alle gleich sein. So sei es eine Wettbewerbsverzerrung. Und würde zu Lasten der Gesundheit der betroffenen Spieler gehen. In der Endphase der Meisterschaft würde die letzten ein, zwei Prozente die Pause bringen. Wenn man diese Körner nicht hat, weil man nicht so ausgeruht wie der Gegner ist, sei es nicht in Ordnung.

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