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Der dritte Prominente neben Lahm und Maske: Aufschwung mit Hambüchen

Von Der Reck-Olympiasieger tritt als Gesellschafter der Deutschen Sportlotterie bei und engagiert sich so in der Athletenförderung.
Daumen hoch: Fabian Hambüchen engagiert sich für die Sportlotterie. Foto: Axel Heimken (dpa) Daumen hoch: Fabian Hambüchen engagiert sich für die Sportlotterie.
Frankfurt. 

Fabian Hambüchen sieht die Deutsche Sportlotterie als Chance. Dafür, die Förderung hiesiger Spitzenathleten auf ein besseres Niveau zu hieven. Denn nicht nur nach Ansicht des Reck-Olympiasiegers liegt in dem Bereich einiges im Argen. Deshalb ist der 29-Jährige, der im vergangenen Jahr nach seinem Triumph bei den Spielen von Rio seine internationale Karriere beendet und deshalb jetzt mehr Zeit zur Verfügung hat, bereit, sich für das 2015 begonnene Projekt zu engagieren.

Als Gesellschafter tritt der Wetzlarer nun der gemeinnützigen GmbH bei, wird in der Riege der dritte prominente Name neben Fußball-Weltmeister Philipp Lahm und dem früheren Profiboxer Henry Maske. Das soll auch mehr Aufmerksamkeit ziehen auf die Initiative, die bislang nicht so recht ins Rollen kam.

Zwar hat sich laut Geschäftsführer Heinz-Georg Sundermann der Absatz verfünffacht, seit der Modus der Lotterie im vergangenen Jahr vereinfacht wurde und nun nur noch siebenstellige Gewinnzahlen statt Farben, Sportarten und Medaillen zu tippen sind. Dennoch haben die Verantwortlichen, wie der Lotto-Hessen-Chef zugibt, „noch einen langen Weg“ vor sich. Ziel ist es, die 320 Mitglieder des Topteams der Stiftung Deutsche Sporthilfe irgendwann einmal mit monatlich 1000 Euro zu unterstützen. Was sich wie eine Utopie anhört, wurde in Großbritannien bereits Wirklichkeit. 1997 wurde dort ebenfalls ein solches Glücksspiel gestartet, das es heute laut Maske ermöglicht, die Elite mit jährlich 50 000 Euro pro Kopf zu fördern. Gleichzeitig arbeiteten sich die Briten im Medaillenspiegel nach oben, belegten bei Olympia in Rio Rang zwei hinter den USA.

Mehr vom Kuchen

Eine bessere Förderung sei keine Garantie für Erfolg, betont Maske. Aber ohne sie sei dieser fast ausgeschlossen. Also freut man sich hierzulande darüber, dass die Brötchen, die die Sportlotterie für die Athleten backt, ein klein wenig größer geworden sind. Wurden im vergangenen Jahr lediglich zehn Athleten, darunter Beachvolleyball-Weltmeisterin Kira Walkenhorst und Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel, mit insgesamt 55 000 Euro gefördert, sollen jetzt sämtliche Sportler des Topteams etwas vom Kuchen abbekommen. In den folgenden zwölf Monaten werden ihnen einmal 600 Euro statt nur 300 überwiesen; das ergibt eine Gesamtförderung von 96 000 Euro.

Aus diesem einen Zwölftel sollen so bald wie möglich zwölf werden, erklärt Michael Ilgner, der Vorstandsvorsitzende der Sporthilfe. Will heißen: Die Aufstockung soll dauerhaft erfolgen. Helfen soll dabei eine Ausweitung des Vertriebs der Lose. Bislang sind diese außer im Internet nur in Lotto-Annahmestellen in Hessen erhältlich; ein weiteres, noch nicht benanntes Bundesland soll sich im Oktober der Sportlotterie anschließen. Zudem ist man laut Sundermann in Gesprächen darüber, inwiefern sich auch Supermärkte an der Sportlotterie beteiligen können. Bislang sei das „ein Problem der Aufsichten“. Aber „wir müssen die finanzielle Basis verbreitern“ und die Lose möglichst „an jeder Ecke verkaufen“, so Sundermann.

Maske betont: „Ausschließlich durch Enthusiasmus versetzt man Sportler nicht in die Lage, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen.“ Man müsse da schon einiges mehr tun.

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