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Auszeit für Ex-Weltmeister Button 2017

Kein endgültiges Aus, betont Jenson Button. Aber 2017 fährt er erst einmal nicht mehr. Nach 17 Formel-1-Jahren gönnt er sich eine Auszeit. Sein Cockpit bei McLaren bekommt der Belgier Stoffel Vandoorne.
Jenson Button macht in der nächsten Saison das Cockpit bei McLaren frei. Foto: Srdjan Suki Jenson Button macht in der nächsten Saison das Cockpit bei McLaren frei. Foto: Srdjan Suki
Monza. 

Nach über 300 Formel-1-Rennen nimmt sich Jenson Button am Endes des Jahres eine Auszeit. Der 36 Jahre alte Weltmeister von 2009 gibt sein Stamm-Cockpit ab, wird aber in den kommenden beiden Jahren als Entwicklungsfahrer seinem langjährigen Arbeitgeber McLaren erhalten bleiben.

„Um es klarzustellen: Ich trete definitiv nicht ab”, erklärte Button in einer Mitteilung des Teams nach der Qualifikation zum Großen Preis von Italien in Monza - Buttons 298. Grand Prix.

„Ich bin mir sicher, dass ich an einem gewissen Punkt hinter dem Steuer des neuen Autos sitzen werde”, bekräftigte Button. In der nächsten Saison wird aber anstelle des Briten der 24 Jahre alte Stoffel Vandoorne zusammen mit Fernando Alonso für McLaren fahren. Der Belgier ist derzeit noch der Ersatzmann für Alonso und Button. McLaren, das seine Bekanntgabe als „innovative Drei-Fahrer-Strategie” überschrieb, pries den Beförderten als „talentiertesten und spannendsten jungen Fahrer” derzeit.

Der Belgier absolvierte in diesem Jahr bereits sein erstes Formel-1-Rennen. Er war für Alonso in Bahrain eingesprungen und als Zehnter prompt in die Punkte gefahren. „Ich habe hier gezeigt, wozu ich in der Lage bin”, sagte er damals. „Ich habe viele Autogramme in meiner Karriere geschrieben, aber als ich heute den Kugelschreiber in die Hand genommen habe, um den Vertrag mit McLaren-Honda zu unterschreiben, war das ein außergewöhnlich spezielles Gefühl”, sagte Vandoorne.

In Button verliert das Starterfeld eine Persönlichkeit. Erst am Freitag hatte Felipe Massa seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt. „Es ist immer ein komisches Gefühl, wenn jemand zurücktritt, der so viel erreicht, so viele Siege eingefahren hat und so nah an einer Weltmeisterschaft war”, hatte Button dies kommentiert. Er galt lange sogar als möglicher Kandidat auf die Nachfolge Massas bei Williams - dem Team, bei dem Buttons Karriere 2000 begann.

Über Benetton, Renault, BAR und Honda führte sein Weg zu BrawnGP. Im Rennstall, der später von Mercedes übernommen wurde, feierte Button mit dem WM-Titel 2009 seinen größten Erfolg. Danach wechselte er zu McLaren. Seit sieben Jahren fährt der smarte Brite für den britischen Rennstall.

Button, der bis zu dessen Tod im Januar 2014 stets von seinem Vater John begleitet worden war, ist einer aus einer alternden Weltmeister-Generation. Alonso, Champion 2005 und 2006, ist mit 35 Jahren nicht viel jünger und lässt seine Zukunft nach 2017 vorerst offen. Macht er nicht weiter, könnte Button wieder bereit sein.

(Von Jens Marx, dpa)
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