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Beckert Zweite vor Pechstein - Wolf traurig: Platz drei

Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Sotschi hat Stephanie Beckert das interne Duell gegen Claudia Pechstein gewonnen und beim Weltcup in Erfurt den zweiten Platz vor der Berlinerin belegt. Jenny Wolf konnte sich über Platz drei auf den 500 Metern nicht freuen.
Stephanie Beckert läuft über 5000 Meter auf Rang zwei. Foto: Martin Schutt Stephanie Beckert läuft über 5000 Meter auf Rang zwei. Foto: Martin Schutt
Erfurt. 

Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Sotschi hat Stephanie Beckert das interne Duell gegen Claudia Pechstein gewonnen und beim Weltcup in Erfurt den zweiten Platz vor der Berlinerin belegt. Jenny Wolf konnte sich über Platz drei auf den 500 Metern nicht freuen.

Stephanie Beckert lächelte ganz schüchtern, Claudia Pechstein brachte ihre Freude mit einem Strahlen und erhobenem Zeigefinger zum Ausdruck. Beide deutschen Medaillenhoffnungen für die Eisschnelllauf-WM in Sotschi haben am Freitag beim Weltcup in Erfurt trotz gerade erst überstandener Erkältungen mit Podestplätzen für Furore gesorgt. Dabei entschied Beckert in ihrer Heimatstadt das interne deutsche Duell zu ihren Gunsten und kam über 5000 Meter hinter Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien (7:01,33) in 7:02,84 Minuten auf den zweiten Platz.

"Ich bin total glücklich, dass ich hier vor meinem Heimpublikum so gut gelaufen bin. Ich wusste nach meiner Erkrankung nicht, wo ich stehe. Schön, hier vor den Augen meiner Familie und so vieler Bekannter auf das Podest zu kommen", meinte Stephanie Beckert.

Pechstein kämpfte trotz Trainingsrückstandes nach ihrem fiebrigen Infekt vor und während der WM in Hamar bis auf die Zielgerade und verdiente sich in 7:06,98 Minuten den dritten Rang. Die Berlinerin hatte in der zurückliegenden Woche nur zwei Trainingseinheiten auf dem Eis absolvieren können. "Ich wollte unbedingt mein Rennen gewinnen und dann die 1 hinter meinem Namen sehen. Das ist mir gelungen. Damit war der Podestplatz klar", meinte die im vorletzten Paar gestartete Pechstein und fügte euphorisch hinzu: "Hut ab vor meiner Leistung mit 41 Jahren."

Im Gesamtklassement auf den Langstrecken führt nun vor dem Weltcup-Finale in Heerenveen weiter WM-Favoritin Sablikova (430 Punkte) vor Beckert (350) und Pechstein (331).

Jenny Wolf saß trotz Platz drei über 500 Meter traurig am Rande der Eisbahn und blickte ins Leere. Auch beim Heim-Weltcup konnte die 34-jährige Olympia-Zweite ihr nun schon ein Jahr anhaltendes Warten auf ihren 61. Sieg nicht beenden. "Die Zeit war nicht gut, der Angang war nicht gut, da kann ich höchstens mit der Platzierung zufrieden sein", bekannte die fünfmalige Weltmeisterin, nachdem sie in 38,39 Sekunden der Chinesin Wang Beixing (38,07) und der Niederländerin Thijsje Oenema (38,34) den Vortritt lassen musste. Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea, die alle bisherigen acht Weltcup-Sprints gewonnen hatte, verzichtete auf Starts in Erfurt.

Wolfs Trainer Thomas Schubert gab zu, dass man angesichts des Fehlens von Seriensiegerin Lee und weiterer drei Top-Sprinterinnen schon mit einem Sieg geliebäugelt hätte. "Beim Heim-Weltcup steht man immer gern in der Sonne. Aber unser Hauptwettkampf ist die WM in drei Wochen in Sotschi, da wollen wir um's Podest mitkämpfen", sagte der Coach.

Im 10 000-Meter-Rennen sicherten sich der Münchner Marco Weber und der Erfurter Patrick Beckert die Startplätze für die WM. Weber war in 13:23,58 Minuten auf Platz fünf bester Deutscher, der Bruder von Olympiasiegerin Stephanie Beckert folgte in 13:29,49 auf Platz sechs dicht dahinter. Der in Erfurt wegen Grippe fehlende Inzeller Moritz Geisreiter ist aufgrund seiner bisherigen Saison-Resultate für die längste WM-Strecke gesetzt.

In Abwesenheit des 17-maligen Weltmeisters Sven Kramer, der in Erfurt nur im Team-Rennen antritt, ging der Sieg an seinen niederländischen Landsmann Bob de Jong, der in 12:53,56 Minuten den Bahnrekord nur haarscharf verfehlte und sich vor seinem Teamgefährten Jorrit Bergsma (12:55,36) durchsetzte. Alle Niederländer starteten in Erfurt wegen des Todes der viermaligen Ex-Weltmeisterin Atje Keulen-Deelstra mit einem Trauerflor.

(dpa)
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