E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

FSV Frankfurt: Bloß nicht den Kopf verlieren

Von Der starke Saisonstart mit dem Coup in Saarbrücken ist verpufft. Nach dem Debakel gegen Waldhof Mannheim befindet sich der FSV Frankfurt nur noch auf dem 13. Rang der Fußball-Regionalliga Südwest. Doch Trainer Alex Conrad und Präsident Michael Görner halten den Ball flach.
Fassungslos in Bornheim: Andreas Pollasch (links) und Nestor Djengoue vom Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Fassungslos in Bornheim: Andreas Pollasch (links) und Nestor Djengoue vom Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt
Frankfurt. 

Mühsam schritt Alban Sabah die Treppen hinunter vom Spielfeldrand in die Katakomben. Der linke Oberschenkel war bandagiert, und seine Mimik unterstrich, dass es um sein Wohlbefinden nicht gerade gut bestellt ist. Der Abwehrhüne symbolisierte wie kein anderer in den Reihen der Schwarz-Blauen an diesem Abend die Tristesse beim FSV Frankfurt. Der Fußball-Regionalligist erlebte gegen den SV Waldhof eine Demütigung. Damit war nicht ansatzweise zu rechnen. Anstatt wieder ins vordere Tabellendrittel der Südwest-Staffel zurückzukehren, so die insgeheime Hoffnung der Bornheimer, rutschten sie mit dem 1:5 als Liga-13. ins hintere ab.

„Fakt ist, dass wir total enttäuscht sind. Es hat vorne und hinten nicht gepasst. Wir dachten, dass wir weiter sind“, fasste FSV-Präsident Michael Görner die Lage zusammen. Eine realistische Einschätzung, denn das Team hatte den amtierenden Meister und Aufstiegsanwärter 1. FC Saarbrücken zum Saisonauftakt düpiert (3:0). Beim 0:0 gegen Stadtallendorf fehlte einfach der erlösende Treffer, und beim TSV Steinbach Haiger, neben dem SSV Ulm das einzige ungeschlagene Team, kann man schon mal knapp verlieren (1:2).

Nach den Erlebnissen der teils turbulenten Spielzeit 2017/2018 ist es nicht überraschend, dass Görner Ruhe ausstrahlt. Die Niederlage gegen Mannheim werde nicht dramatisiert, genauso wenig wie der Sieg in Saarbrücken überbewertet worden sei. „Wir müssen jetzt einen klaren Kopf bekommen“, betonte Görner. Eine schnelle Personalauffrischung schloss er aus. Solche Entscheidungen würden nicht abhängig von einem Spiel getroffen. Allerdings schränkte er ein: „Wir haben keinen sehr großen Kader.“ 20 Feldspieler und drei Torhüter – das Aufgebot ist wahrlich überschaubar. Verletzungen, gerade von Stammkräften, wiegen da schwer. Ob Kapitän Sabah am Samstag beim Aufsteiger TSG Balingen mitwirken kann, ist sehr fraglich. Trainer Alexander Conrad vermutet eine Oberschenkelzerrung bei dem Deutsch-Togolesen. Auch Denis Mangafic sei angeschlagen. Beide musste Conrad Mitte des Spiels auswechseln.

Mit neuer Formation hatte der 51-Jährige versucht, den Waldhöfern die Punkte streitig zu machen. Doch der FSV war praktisch in allen Belangen unterlegen und die Höhe der Niederlage fast schon eine logische Folge. „Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob es besser gewesen wäre, wieder mit einer Dreierkette zu spielen“, sagte Conrad. Entscheidend war gewiss, dass die Bornheimer sich zu viele Fehler erlaubten, ihr Spielaufbau häufig zu schleppend verlief, Keeper Marco Aulbach mehrmals den Ball einfach nach vorne schlagen musste und Torgefahr kaum vorhanden war.

„Kompakt stehen und die individuellen Fehler abstellen“ empfahl Mittelfeldakteur Robert Schick als Sofortmaßnahme. Auf ihn und seine Teamkollegen wartet sicherlich eine zielgerichtete Trainingswoche. Solche Situationen sind den Bornheimern aber nicht fremd, weiß Conrad: „Wir haben auch schon drei Spiele in Folge verloren.“ In der vergangenen Spielzeit sogar dreimal.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen