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Fußball-Nationalmannschaft: Boateng ist bereit fürs Comeback

Von Gesprächsbedarf gibt es immer, wenn sich die Nationalmannschaft wieder trifft. Ein Thema war gestern aber tabu.
Die Gesprächtsthemen gehen ihnen nicht aus: Jérome Boateng und Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Uwe Anspach (dpa) Die Gesprächtsthemen gehen ihnen nicht aus: Jérome Boateng und Bundestrainer Joachim Löw.
Frankfurt. 

Der Feiertag war auch eine Art Tag der deutschen Fußball-Einheit – zumindest rund um die Frankfurter Commerzbank-Arena. Nur hundert Meter voneinander entfernt trainierten in der herbstlichen Spätnachmittagssonne die deutsche Nationalmannschaft in der zugehängten „Kleinen Kampfbahn“ hinter der Wintersporthalle und die Spieler der Eintracht öffentlich auf dem Spielfeld vor dem Haupteingang. Joachim Löws Vorbereitung fand zwei Tage vor dem WM-Qualifikationsspiel in Belfast gegen Nordirland wie üblich ohne Publikum statt. Niko Kovac hatte nichts zu verbergen. Das nächste Bundesligaspiel steht erst am 14. Oktober in Hannover an. Da auch Besucher des angrenzenden „Frankfurter Oktoberfestes“ in Krachledernen und Dirndln Haller und Co. zuschauten, hatte dieser Frankfurter Festtag auch bayerisches Ambiente.

Fragen nach dem FC Bayern waren allerdings drüben bei „Jogi“ vor Trainingsbeginn für die Medien tabu. Das sei auch der Wunsch des Klubs, so die Ansage des DFB-TV-Organisators Uli Voigt vor acht aufgestellten Kameras. Immerhin gehören sechs Bayern-Spieler zum Aufgebot. Und Jérome Boateng („Meinem Bruder bin ich nicht begegnet“) war neben Löw-Assistent Thomas Schneider sowie Julian Draxler und Sandro Wagner aus gegebenem Anlass als Gesprächspartner eingeteilt. Der verletzungsgeplagte Weltmeister war erstmals seit einem Jahr wieder dabei. „Die Bitte bei Boateng respektieren“, wiederholte Voigt seine Ansage.

Boateng, die Haarspitzen blondiert, sagte den Journalisten: „Dass ich so lange weg sein würde, hätte ich nicht gedacht. Deswegen bin ich umso glücklicher, wieder bei der Nationalmannschaft zu sein. Es war schwer, ein Jahr den anderen Jungs nur zuzugucken. Ich bin ganz gut drauf und möchte natürlich zu zwei positiven Spielen mit meinem Dabeisein beitragen.“ Ein Spätankömmling hatte die Ansage nicht mitbekommen und fragte nach Boatengs Miene auf dem Tribünenplatz beim Bayern-Debakel in Paris. Ein DFB-Mann erinnerte an das Tabu. „Keine Bayern-Frage“. Boateng schien erleichtert, nicht weiter antworten zu müssen.

Beim 2:0-Sieg am 11.Oktober 2016 in Hannover gegen Nordirland hatte der Innenverteidiger letztmals das Nationaltrikot getragen. Über die Nordiren konnte er reden: „Die kämpfen um jeden Ball, stehen sehr kompakt. Sie werden sehr intensiv von ihren Fans nach vorne gepuscht. Es ist wichtig, das ganze Spiel über konstant und konzentriert zu bleiben.“

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Nach dem Ausfall von Mario Gomez und Timo Werner war auch das Comeback Sandro Wagners ein Thema. Beim Confed-Cup in Russland war der Mittelstürmer kaum zum Einsatz gekommen, bei den Qualifikationsspielen Anfang September gegen Tschechien und Norwegen hatte er ganz im Aufgebot gefehlt. Wagner demonstrierte völlige Gelassenheit und schwärmte von der familiären Atmosphäre bei der Nationalmannschaft. „Raus, wieder rein. Aber alles ganz entspannt“, erzählte er. Und weiter: „Wenn mich die Nationalmannschaft braucht, bin ich gerne da und freue mich auch riesig darüber. Ich mache mir keinen großen Druck. Beim Confed-Cup fand ich alle sehr positiv. Ich war zum ersten Mal dabei, habe versucht, mich auch außerhalb des Platzes, beim Training, in der Kabine gut einzubringen und alle Leute hier kennenzulernen. Wenn ich spielen durfte, habe ich, denke ich, auch ganz gut gespielt. Ich ziehe ein sehr positives Fazit vom Sommer.“ Gomez nicht da, auch Werner nicht. Rechnet er mit der Neun in der Startformation? „Ich rechne mir nix aus. Erstens war ich im Rechnen noch nie so gut und zweitens sehe ich das sehr entspannt. Wenn ich spielen darf, ist es super, wenn nicht, ist es auch okay.“

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