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Boxen: Bunn beherrscht das „Stinktier“

Leon Bunn. Leon Bunn.
Wetzlar. 

„Das war wahrlich weltmeisterlich“ jubelte Box-Promoter Kalle Sauerland, nachdem sein Schützling Tyron Zeuge, der letzte verbliebene deutsche Box-Weltmeister eines der renommierten Verbände, den Titel im Supermittelgewicht mit einem eindrucksvollen Punktsieg (dreimal 119:108) gegen den britischen Routinier Paul Smith souverän verteidigt hatte.

Der meist gefeierte Boxer vor 3000 Zuschauern in der Rittal-Arena in Wetzlar war jedoch Leon Bunn. Beim Vorkampf des Halbschwergewichtlers aus Frankfurt sorgten rund 300 Box-Fans aus der Main-Metropole für eine Stimmung, gegen die der WM-Fight bei weitem nicht ankam. Viereinhalb Runden lang gab es stimmgewaltige Anfeuerung für Leon Bunn. So lange brauchte der 24-Jährige, um den Ungarn Laszlo Ivanyi mit einem rechten Aufwärtshaken auf den Solarplexus auf die Bretter zu schicken. Es war sein fünfter K.o.-Sieg im fünften Profikampf. „Das war mein bisher stärkster Gegner. Ein ,Stinktier’ mit einer guten und beweglichen Verteidigung, den ich erst studieren musste. Ich habe seine Deckung mit vielen Körperschlägen heruntergezogen und ihn ab der 3. Runde klar beherrscht“, schilderte Bunn, der den Ungarn mit seinen schnellen Schlägen zermürbte. Dass der Kampf länger als die bisherigen dauerte, stört ihn nicht. Im Gegenteil. „Im Amateurring musst du alles in drei Runden legen. Bei den Profis muss man hingegen mit den Kräften haushalten. Und nicht ständig schlagen, um Punkte zu sammeln, sondern gezielter, härter. Das liegt mir mehr.“

Dies bescheinigte ihm auch sein Trainer Ulli Wegner. Der Mann, der schon so viele Weltmeister hervorbrachte, schwärmt von dem Frankfurter. „Er hat ein Riesenpotenzial. Und kann alles, was er sich erarbeitet, auch im Kampf umsetzen. Sicher muss er noch lernen, hat bisher keinen großen Gegner gehabt. Die Herausforderungen kommen noch. Aber ich bin zuversichtlich, dass Leon Weltmeister wird. Er hat das Zeug dazu, versteht es, den Kampf zu bestimmen.“

Wann die Stunde der Wahrheit kommt, sagt Wegner noch nicht. Lediglich, dass er Leon dann gern in Frankfurt boxen sehen würde. „Ulli ist erfahren, weiß, wann es sinnvoll wäre. Ich richte mich voll nach ihm“, sagt Bunn.

(löf)
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