E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Eishockey: Das Olympia-Silber soll vergoldet werden

Von Nach Olympia-Silber stellt sich das deutsche Eishockey auf einen neuen Hype ein. Die Euphorie soll langfristig genutzt werden, auch bei den Frankfurter Löwen und in Bad Nauheim.
Ist optimistisch: Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor der Frankfurter Löwen. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Ist optimistisch: Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor der Frankfurter Löwen.
Frankfurt. 

Nur zehn Stunden nach dem packenden Finale des olympischen Eishockey-Turniers herrschte in der Frankfurter Halle am Ratsweg Einigkeit: Dieser Triumph wird dem deutschen Eishockey helfen. „Viele die früher nicht in die Halle kamen, haben sich das Turnier angeschaut und werden jetzt diese faszinierende Sportart live erleben wollen. Damit der Boom aber anhält, muss man den Funktionären in den Hintern treten, damit sie mit dem Streit um Formalitäten aufhören und den Auf- und Abstieg einführen“, sagte Rüdiger Storch, Hallensprecher und Stimme der Frankfurter Löwen, vor dem Derby der Deutschen Eishockey Liga 2 gegen Bad Nauheim.

Ähnlich sieht es auch der Bad Nauheimer Geschäftsführer Andreas Ortwein: „Nach der Fußball-WM gab es auch einen Boom. Viele Jugendliche kamen in die Vereine. Aber wir müssen Realisten bleiben. Mit König Fußball darf man sich nicht vergleichen. Man muss die positive Stimmung aber nutzen. Man hat gesehen, dass es viele gute deutsche Spieler gibt. Die DEL muss die Anzahl der Ausländer reduzieren, dem Niveau würde es keinen Abbruch tun.“ Außerdem werfe es ein schlechtes Licht auf die Sportart, wenn die Querelen über Auf- und Abstieg im Vordergrund stehen. Man müsse die aufgekommene Popularität auch politisch angehen. Der Zeitpunkt sei durch die bevorstehenden Play-offs günstig. Eishockey bleibe da im Gespräch. „Wir müssen den Kommunen vor Augen führen, dass Eishockey interessant und erfolgreich ist. Sie sollen etwas für die Infrastruktur tun, in die Eishallen investieren“, fordert Ortwein. „Ich bin fest davon überzeugt, dass nun, ähnlich wie im Handball, durch den Triumph der Nationalmannschaft ein Boom entsteht. Doch eines ist sicher. Ohne eine Verbesserung der Hallensituation werden wir dem Andrang nicht gerecht werden können“, ergänzte Frank Jüngst, Vorsitzender des Vereins Löwen Frankfurt.

Eishockey-Fans fordern mehr TV-Präsenz

Beim Heimspiel der Frankfurter Löwen am Samstagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim war das imponierende Auftreten der deutschen Nationalmannschaft beim

clearing

Auf ein nachhaltiges Interesse der Kinder und Jugendlichen hofft auch Franz-David Fritzmeier, der Sportdirektor der Löwen: „Wir müssen an uns glauben. Das deutsche Eishockey ist besser als sein Ruf. Man kommt nicht zufällig in ein olympisches Finale. Doch wir müssen nun sehen, dass wir unsere Sportart, die aktuell populär geworden ist, auch populär halten. Wichtig ist, dass wir den Fans gutes Eishockey anbieten.“

Die Nationalmannschaft sei eben das Zugpferd einer jeder Sportart. „Von ihren Erfolgen profitieren die Vereine. So erging es den Fußballern, Handballern und Basketballern, nun sind wir dran“, meint Stefan Krämer, Geschäftsführer der Löwen GmbH. Dass Eishockey nun derart im Fokus stand, sei sehr wichtig. „Doch nun ist es an der Zeit, dass auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht nur während der Olympischen Spiele übertragen, sondern auch den Liga-Betrieb in ihrem Programm berücksichtigen.“

Inwiefern sich dieser Erfolg in der Gunst des Publikums auswirken wird, vermag der Löwen-Boss noch nicht zu sagen. „Dazu hatten wir den unpassenden Gegner. Gegen die Roten Teufel Bad Nauheim wäre die Eissporthalle auch ohne die Silbermedaille ausverkauft gewesen.“ Da müsse man abwarten, bis weniger attraktiver Spiele als das Derby kommen. Und wie es in den anderen Stadien sein wird. „Intuitiv würde ich schon erwarten, dass die Zahlen nach oben gehen werden“, meint aber Krämer.

So sehen gefühlte Sieger aus: Das deutsche Eishockey-Team feierte seine Silbermedaille schon auf dem Eis ausgiebig.
Kommentar Nur ein Zwischenhoch

Die Leistung des deutschen Eishockey-Teams im olympischen Finale gegen die übermächtigen Russen war imponierend. Egal, wie stark oder schwach dieses Turnier besetzt war: Diese Vorstellung gegen das

clearing

Der jüngste Spieltag in der DEL 2 am Sonntag vermochte keine klare Antwort zu geben. In die Stadien kamen im Schnitt 2890 Zuschauer, das sind 402 mehr als der Saison-Durchschnitt. Rechnet man aber die ausverkaufte Halle am Ratsweg heraus, würde es anders aussehen. Lediglich in Kaufbeuren wurde der Saisonschnitt übertroffen. Das lag aber eher an der Tatsache, dass die Allgäuer gegen Ravensburg, also gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Qualifikation zu den Play-offs, spielten.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen