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United Volleys: Das Unmögliche möglich gemacht

Von Am Ende setzt sich das „Projekt Jugend“ durch. Die United Volleys Rhein-Main schaffen gegen den großen Favoriten aus Berlin die Überraschung.
Jubelpose: Patrick Steuerwald von den United Volleys. Foto: Huebner/Klein (Jan Huebner) Jubelpose: Patrick Steuerwald von den United Volleys.
Frankfurt. 

Um 21.29 Uhr war die Sensation in der Frankfurter Ballsporthalle perfekt. Tobias Krick blockte einen gegnerischen Angriff zum siegbringenden 15. Punkt im Tiebreak. Was nach dem glatt verlorenen ersten Satz niemand für möglich gehalten hatte, war eingetroffen: Die United Volleys Rhein-Main schafften das Unmögliche, besiegten den Deutschen Meister Berlin mit 3:2 (14:25, 25:23, 25:27. 25:18, 15:10) und verbesserten sich mit den dafür erhaltenen zwei Punkten in der Volleyball-Bundesliga auf den zweiten Platz.

Die Zweifel, ob sie mit der neu zusammengestellten Mannschaft erneut zur Spitzengruppe zählen würden, konnte die junge Frankfurter Mannschaft sehr eindrucksvoll zerstreuen. 2687 Besucher in der Ballsporthalle bekamen demonstriert, wie spektakulär und dynamisch Volleyball ist. Im ersten Satz erhielten die Gastgeber eine wahre Lektion, dann war es ein toller und ausgeglichener Kampf auf Biegen und Brechen. „Diesen Sieg habe ich selbst nicht erwartet“, gestand Trainer Michael Warm. „Zu Beginn hatten die Jungs zu viel Respekt gehabt. Wichtig war, dass sie Ruhe bewahrt haben und in dem Moment, als uns Berlin eine kleine Chance gab, diese genutzt haben. Die Einwechslung von Tobi Krick hat dazu viel beigetragen.“ Der von ihm gelobte 19 Jahre alte Nationalspieler sprach vom größten Sieg in der noch jungen Vereinsgeschichte. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir schon so weit sind, um Berlin zu schlagen.“

Berlin bestätigte, eine Mannschaft mit einem enormen individuellen Potenzial zu sein. Mit sehr viel Geld wurden Stars aus sieben Nationen geholt. Ihre Qualität war sichtbar. Eine so überragende Annahme und Abwehr wie beim Australier Luke Perry sieht man in der Bundesliga selten. Der Franzose Pierre Pujol verteilte die Bälle schnell, präzise und variabel. Die Angriffe von Robert Kromm sowie der beiden Australier Paul Carroll und Adam White waren sehr hoch und wuchtig.

Doch an diesem Abend bestätigte sich einmal mehr die alte Weisheit: Mit Geld allein ist der Erfolg noch nicht garantiert. Das vor knapp zweieinhalb Jahren begonnene Projekt der United Volleys, junge deutsche Talente an einem Standort zu versammeln, erweist sich als ein ebenso wirkungsvoller Weg zum Erfolg. Wer hätte gedacht, dass die Jungs dem Berliner Star-Ensemble einen Fight auf Augenhöhe liefern würden.

Frankfurt war die kämpferisch stärkere Mannschaft. „Alle haben gut gespielt. Und wenn jemand mal kurz nachließ, waren andere sofort für ihn da“, sagte der zum besten Spieler gewählte Moritz Karlitzek, der auch die meisten Punkte erzielte (20). Am spektakulärsten schmetterte der Australier Lincoln Williams (18 Punkte).

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