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Ex-Eintracht-Keeper: Das „komische Spiel“ des Kevin Trapp

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Er erlebte ein „komisches Spiel“: der ehemalige Eintracht-Torhüter Kevin Trapp. Foto: Jan Woitas (dpa) Er erlebte ein „komisches Spiel“: der ehemalige Eintracht-Torhüter Kevin Trapp.
Berlin. 

„Heute nicht“. Kevin Trapp eilte durch die Katakomben des Berliner Olympiastadions und hatte keine Lust, mit den Journalisten zu reden. „Nach einem komischen Spiel, das wir nicht hätten verlieren dürfen“, wie der Torhüter von Paris Saint-Germain zuvor noch auf dem Platz dem ZDF mitgeteilt hatte. Ausgerechnet mit ihm im Tor war die Serie der deutschen Nationalmannschaft nach 22 Spielen ohne Niederlage gerissen.

0:1 gegen Brasilien. Höchst ärgerlich für den einstigen Torwart des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. „Wir hatten unsere Chancen“, sagte er dem ZDF. „Die erste Halbzeit war schwierig. Die Brasilianer haben gut zugestellt und gepresst. Das Gegentor hat ja auch dazu gepasst.“

Der Treffer war kaum zu verhindern. Aber Trapp sah dabei etwas unglücklich aus. Der Ball rutschte ihm nach einem wuchtigen Kopfstoß von Gabriel Jesus (37.) aus fünf Metern und völlig unbedrängter Position über die hochgerissenen Hände. Der zweite Abwehrversuch im Rückwärtsfallen gelang erst hinter der Torlinie.

Der Bundestrainer machte der Nummer drei seiner Torhüter-Garde denn auch keinen Vorwurf. Vielmehr hielt Joachim Löw Trapps Vorderleuten „Abstimmungsprobleme“ vor nach der Flanke von Willian. Weil die Abwehr in der ersten Halbzeit wackelte, verzichtete Löw auf den vorgesehenen Wechsel Bernd Leno für Kevin Trapp in der zweiten Halbzeit. Er wollte nicht noch mehr Unsicherheit reinbringen. Löw monierte zwar „einige Fußfehler“ des Torhüters, aber die Spieler vor ihm hätten sich auch nicht so angeboten, wie es hätte sein müssen. Über den abgesagten Wechsel sei in der Kabine kein Wort gefallen. „Er hat gar nicht darüber geredet“, sagte Trapp dem ZDF. Es dürfte auch Fingerspitzengefühl gewesen sein, Trapp zu stärken und ihn nicht mit einem Wechsel zum Sündenbock zu machen. Mit einer Glanzparade bedankte sich Trapp in der zweiten Halbzeit. Gut fürs Selbstvertrauen.

Schon das Festhalten an Trapp über die volle Spielzeit in Berlin lässt vermuten, dass der PSG-Torwart alle Chancen hat, die Nummer drei zu werden. Zumal ihm sein Clubtrainer Unai Emery dabei helfen und ihn nicht weiterhin auf der Bank versauern lassen will: „Kevin braucht Spielrhythmus.“ So gab ihm Emery eine Woche zuvor im Ligaspiel gegen Angers (2:1) den Vorzug vor der Nummer eins, Alphonse Aréola, und kündigte an, den Deutschen im Endspiel des Liga-Pokals und noch allen anstehenden Pokalspielen einzusetzen. Vor dem Länderspiel in Köln hatte Trapp vier Monate lang auf der Bank geschmachtet. Nach dieser Saison soll das Hintenanstehen in Paris vorbei sein, Trapp will weg. Eine Rückkehr zur Eintracht, so wird spekuliert, sei durchaus möglich, falls Lukas Hradecky Frankfurt verlassen sollte.

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