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Radsport: Degenkolb verlässt die Rundfahrt Paris – Nizza vorzeitig

Von Eine Bronchitis bremst Degenkolb in Frankreich aus – wie schon bei der WM 2017 in Norwegen. Derweil blickt Rick Zabel dem Klassiker Eschborn–Frankfurt schon erwartungsvoll entgegen. Dort wird er auch auf Degenkolb treffen.
John Degenkolb vor dem Start der fünften Etappe bei Paris-Nizza. Gestern trat er zum sechsten Abschnitt nicht mehr an. Foto: David Stockman (BELGA) John Degenkolb vor dem Start der fünften Etappe bei Paris-Nizza. Gestern trat er zum sechsten Abschnitt nicht mehr an.
Frankfurt. 

Nach seinem verheißungsvollen Saisonstart mit zwei Etappensiegen muss John Degenkolb nun vorerst etwas kürzer treten. Sein vorzeitiger Ausstieg bei der Fernfahrt Paris–Nizza wegen gesundheitlicher Probleme sorgt bei dem Radprofi aus Oberursel jedoch für keine Unruhe. „Keine Sorge, ich werde die Asse in den kommenden Monumenten jagen können“, meinte der Sprinter mit Blick auf die bevorstehenden Frühjahrs-Klassiker.

Degenkolb hatte zum Saisonstart im Januar seine ersten beiden Rennen auf Mallorca gewinnen können, fährt seitdem jedoch der Weltspitze etwas hinterher. Bei der Rundfahrt in Frankreich kam er in dieser Woche nicht wie erhofft in Tritt. Auf der Auftaktetappe belegte er Platz 35, auf dem zweiten Abschnitt Rang neun, dann folgte Platz 119, im 18,4 Kilometer langen Einzelzeitfahren wurde er 84. mit 2:42 Minuten Rückstand auf Sieger Wout Poels (Niederlande/25:33 Minuten), und nach seinem 130. Platz auf der fünften Etappe am Donnerstag mit über elf Minuten Rückstand auf die Spitze stieg er im südfranzösischen Zielort Sisteron aus. Nach Angaben seiner Mannschaft „Trek-Segafredo-“ leidet der Wahl-Hesse unter einer leichten Bronchitis. „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Aufgeben ist eigentlich nicht mein Stil“, sagte Degenkolb, „aber angesichts meiner großen Ziele kann ich jetzt keine Gesundheitsrisiken eingehen. Ich hoffe, dass ich mich so schnell wie möglich erhole“.

Denn schon in der kommenden Woche steht der erste Saisonhöhepunkt an. Am 17. März will der 29-Jährige bei Mailand-Sanremo antreten – bei jenem Klassiker, den er 2015 in seinem bislang besten Profijahr überraschend gewann und drei Wochen später noch den Triumph bei Paris-Roubaix folgen ließ.

Degenkolb wird nun versuchen, sich möglichst schnell zu erholen und gleichzeitig das Training mit Blick auf die kommenden Rennen richtig zu dosieren. Denn wegen derselben Krankheit hatte er im September 2017 bereits einen WM-Start in Norwegen verpasst.

Zu seinen großen Saisonzielen gehört freilich auch der Start bei seinem Heimrennen Eschborn–Frankfurt am 1. Mai. 2011 hatte er den Klassiker zum bislang einzigen Mal gewonnen, im Vorjahr belegte er im Sprint Rang drei hinter Sieger Alexander Kristoff (Norwegen) und seinem deutschen Landsmann Rick Zabel, der für seinen damaligen Mannschaftskollegen Kristoff den Sprint angezogen hatte und von Degenkolb dennoch nicht mehr überholt werden konnte.

„Frankfurt gutes Pflaster“

Zabel kündigte derweil an, in diesem Jahr in Frankfurt erneut antreten zu wollen. „Den 1. Mai habe ich mir im Kalender rot eingetragen“, sagte der Sohn der Sprinter-Legende Erik Zabel. Der 24-Jährige fühlt sich wohl auf dem Kurs rund um Frankfurt und die Taunus-Höhen. 2011 gewann er das Rennen bereits in der Altersklasse U 19. „Frankfurt ist ein gutes Pflaster für mich“, meint Rick Zabel und hat sich auch schon über den Streckenverlauf in diesem Jahr informiert. „Der Kurs ist ein bisschen schwerer geworden, was mir auch entgegen kommen dürfte.“ Denn der Profi vom Team Katusha-Alpecin kommt für einen Sprinter vergleichsweise gut über Anstiege wie im Taunus. Doch dort will dann freilich auch Degenkolb ein Wörtchen mitreden.

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