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Sie wollen nicht absteigen: Dem SV Darmstadt 98 gelingt in Hamburg der erste Auswärtssieg der Saison

Nach dem Sieg gegen Schalke nun ein 2:1 beim Hamburger SV: Der Tabellenletzte Darmstadt mischt in aussichtsloser Situation weiterhin die Bundesliga auf.
Im Jubel vereint: die Spieler des SV Darmstadt 98 nach ihrem Sieg in Hamburg Foto: Huebner/Ulrich (imago sportfotodienst) Im Jubel vereint: die Spieler des SV Darmstadt 98 nach ihrem Sieg in Hamburg
Hamburg/Darmstadt. 

Torsten Frings war vor allem eines: wahnsinnig stolz. „Der Charakter meiner Mannschaft ist überragend“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten SV Darmstadt 98 nach dem 2:1-Sieg beim Hamburger SV. „Die Spieler geben immer alles, wir wollen auch nichts herschenken und durch eine schlechte Einstellung irgendetwas beeinflussen. Man kann vor dieser Mannschaft nur den Hut ziehen.“

Der Tabellenletzte wehrt sich weiter gegen den Abstieg. In zwei Spielen nacheinander wäre der bereits im Falle eines Unentschiedens perfekt gewesen. Aber in zwei Spielen nacheinander schlugen die „Lilien“ so namhafte Gegner wie Schalke 04 und den HSV. Natürlich hat das eine mit dem anderen zu tun. Seit die Darmstädter in der Tabelle chancenlos sind, spielen sie auch befreiter auf. „Es ist eine Mischung aus Leichtigkeit und nichts zu verlieren“, sagte Kapitän Aytac Sulu. „Wir haben starke Charaktere im Team und wissen, dass aufgeben keine Option ist.“

Die Spieler wissen aber auch, dass sie den Gang in die Zweite Liga selbst dann kaum mehr verhindern können, wenn sie auch noch die letzten vier Saisonspiele gewinnen. „Wir sind zu 99,9 Prozent abgestiegen“, meinte Sulu. Auch vor dem nächsten Spiel gegen Freiburg gilt wieder: Im Fall eines Unentschiedens ist auch rechnerisch alles vorbei. Aus einer sportlich schwierigen Situation holen Torsten Frings und seine Spieler alles heraus, was noch herauszuholen ist. Sie schenken keinem Gegner im Abstiegskampf oder Europa-League-Rennen auch nur einen einzigen Punkt. Sie sorgen dafür, dass die Stimmung in Darmstadt weiter trotzig und stolz ist, und kein bisschen depressiv. Und sie liefern damit auch Argumente, diesem Verein selbst in der Zweiten Bundesliga treu zu bleiben und den Neuaufbau im Sommer mitzugestalten. Stammspieler wie Fabian Holland und Sandro Sirigu haben ihre Verträge in den vergangenen zwei Wochen bereits verlängert. Außerdem ist in Kevin Großkreutz ein Routinier für die nächste Spielzeit verpflichtet worden. Um den Verbleib von Leistungsträgern wie Hamit Altintop, Marcel Heller oder auch Felix Platte kämpft Frings noch.

Spaß mit dem Feuer

„Bei uns ist in jedem Training so viel Feuer drin. Es macht einfach Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten“, sagte der Trainer. Auf einmal klappen sogar Dinge, von denen die „Lilien“ monatelang nur träumten. Alle 14 Auswärtsspiele dieser Saison gingen bis Samstag verloren. In Hamburg klappte es dann endlich mit dem lang ersehnten „Dreier“ in der Fremde. „Wir sind enorm glücklich, dass wir auch unseren Fans, die uns das ganze Jahr auswärts begleiten, endlich etwas zurückzahlen konnten“, sagte Platte. Der 21-jährige Stürmer genießt in Darmstadt ein hohes Ansehen. Er ist sehr talentiert, ein ausgesprochener Teamplayer – war allerdings über Monate verletzt. In Hamburg gelang ihm dann endlich nach fast anderthalb Jahren sein erstes Bundesliga-Tor. Nur zwei Minuten nach der Führung durch Aytac Sulu (51.) traf er zum 2:0 (53.). Das Eigentor von Holland (90.+3) fiel nicht mehr ins Gewicht.

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