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John Degenkolb beim Härtetest: Den Kick für die Tour de France holen

Von Wer darf bei der Tour de France im deutschen Meister-Trikot antreten? Sprint-Spezialist John Degenkolb aus Oberursel hofft auf den Titelgewinn, geht aber nicht als Favorit an den Start.
Morgen als Einzelkämpfer ohne Kollegen seines Teams Trek-Segafredo am Start: John Degenkolb (vorne). Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Morgen als Einzelkämpfer ohne Kollegen seines Teams Trek-Segafredo am Start: John Degenkolb (vorne).
Frankfurt. 

Das große Saisonziel rückt näher, und noch immer wartet John Degenkolb auf das große A-ha-Erlebnis. Erst einen Etappensieg konnte der 28-Jährige in diesem Jahr einfahren – im Februar bei der weniger beachteten Dubai-Tour. Zu wenig für den Anspruch eines Weltklasse-Sprinters, der 2015 die großen Frühjahrs-Klassiker Paris-Roubaix und Mailand-San Remo gewann und zu Deutschlands Radsportler des Jahres gewählt wurde. Nun bietet sich die Chance auf einen ganz besonderen Kick für die am 1. Juli beginnende Tour de France: Wer das Straßenrennen am Sonntag (ab 11 Uhr) bei den deutschen Meisterschaften in Chemnitz gewinnt, darf knapp eine Woche später im Trikot mit den schwarz-rot-goldenen Streifen bei der 104. Frankreich-Rundfahrt antreten – mit Start in Düsseldorf.

Degenkolb befindet sich zwar in guter Form, hat auch in den vergangenen Wochen mehrere Podiums-Plätze belegt. Aber die Endschnelligkeit scheint noch nicht bei 100 Prozent zu sein. Als Favoriten werden morgen daher seine Sprinter-Kollegen André Greipel und Marcel Kittel eingestuft. Zumal Degenkolb ohne Team-Unterstützung auf die 213,4 Kilometer Strecke gehen wird. „Als Alleinunterhalter wird es sehr schwer“, meinte der Klassiker-Jäger vom Team Trek-Segafredo.

Der 19,4 Kilometer lange Stadtkurs in Chemnitz könnte ihm aber liegen. Er ist anspruchsvoll, und topographisch auch etwas für Sprinter. Somit freilich auch für Greipel. Der 34-Jährige spekuliert auf seinen vierten nationalen Titel. Seine letzten Formnachweise nach einer überstandenen Viruserkrankung waren aber nicht sehr überzeugend. Am besten in Form scheint Dauerrivale Kittel zu sein. Der 29-Jährige hat zuletzt bei der Ster ZLM Toer seinen neunten Saisonsieg eingefahren. Greipel und Kittel, die es zusammen auf 20 Tour-Etappensiege bringen, haben immerhin jeweils einen Teamkollegen an der Seite. „Es wird unvorhersehbar und unmöglich sein, das Rennen zu kontrollieren“, sagt Kittel.

Das deutsche Top-Trio muss beim Härtetest für die Tour de France allerdings auch andere Konkurrenten fürchten. Die drei Tour-Debütanten Rick Zabel, Nikias Arndt und Rüdiger Selig könnten zusammen mit Phil Bauhaus den etablierten Sprintern in die Parade fahren. Zabel hatte schon beim Rennen am 1. Mai in Frankfurt Platz zwei vor Degenkolb belegt. Das mit acht Startern größte Kontingent im Fahrerfeld stellen die Bora-hansgrohe-Fahrer. Der Berliner Selig dürfte als Kapitän an den Start gehen und auch Helferdienste vom Überraschungsmeister von 2015, Emanuel Buchmann, erwarten.

Martin ist der Schnellste

Schnell unterwegs ist auch der vierfache Weltmeister Tony Martin: Er holte sich gestern seinen sechsten deutschen Zeitfahr-Titel in Serie. Der 32-jährige Eschborner aus dem Katusha-Alpecin-Team verwies über die 48 Kilometer in 54:16 Minuten Jasha Sütterlin aus Freiburg (+14 Sekunden) und Nils Politt (Hürth/+1:17 Minuten) auf die Plätze. Martin, der schon nach halber Strecke auf dem flachen Stadtkurs fast 30 Sekunden Vorsprung hatte, gewann das erste Zeitfahren dieser Saison. Am 1. Juli in Düsseldorf will er zum Auftakt der Tour de France über 14 Kilometer einen weiteren Sieg folgen lassen.

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