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Regionalliga Südwest: Der FSV Frankfurt hat gegen Mannheim nichts zu verlieren

Nach zwei Siegen in Folge ist das Stimmungsbarometer am Bornheimer Hang leicht angestiegen. Vor dem schweren Heimspiel am Samstag gegen Waldhof Mannheim ist beim Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt dennoch kein Platz für Euphorie.
Patrick Huckle (FSV Frankfurt) Foto: Huebner/Volz (imago sportfotodienst) Patrick Huckle (FSV Frankfurt)
Frankfurt. 

Noch vor sieben Jahren trennten den FSV Frankfurt und Waldhof Mannheim Welten. Die Bornheimer waren damals stolzes Mitglied des Bundesliga-Unterhauses, während die Kurpfälzer in der fünftklassigen Oberliga Baden-Württemberg ein tristes Dasein fristeten. Seit diesem Frühsommer, als der FSV zum zweiten Mal in Folge einen Abstieg verkraften musste und die Mannheimer wie im Vorjahr in den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga gescheitert waren, trifft man sich wieder. Die Begegnung der Regionalliga Südwest am Samstag (14 Uhr) im Stadion am Bornheimer Hang ist allerdings kein Spiel auf Augenhöhe, sondern ein Duell der Gegensätze.

Für den Club aus dem Frankfurter Osten, der nach wie vor mit den Folgen seiner Insolvenz kämpft, wäre schon der Klassenerhalt ein großer Erfolg. Die Mannheimer hingegen sind ein finanzielles Schwergewicht in der Regionalliga Südwest und streben mit Macht den Aufstieg in die Dritte Liga an. Das unterstreicht zum Beispiel die Tatsache, dass Waldhof vor dem Gastspiel beim FSV noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und Patrick Mayer verpflichtet hat. Der 29 Jahre alte Stürmer spielte in der abgelaufenen Saison noch beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden und sammelte zuvor beim FC Heidenheim und in Augsburg Erfahrung im Profifußball.

FSV holt Yves Mfumu

Solch einen Angreifer hätte natürlich auch Alexander Conrad, der Trainer des FSV Frankfurt, nur all zu gerne in seinem Kader, was angesichts der äußerst bescheidenen finanziellen Mittel des langjährigen Zweitligisten aber Wunschdenken bleibt. Yves Mfumu hingegen wird den Gehaltsrahmen der Hessen nicht sprengen. Der 19 Jahre alte Angreifer, der aus der Jugend der Frankfurter Eintracht stammt und in der vergangenen Saison noch für die A-Junioren des VfB Stuttgart spielte, wechselte gestern von der Zweiten Mannschaft der Schwaben an den Bornheimer Hang.

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Die unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielsetzungen zwischen dem FSV und Waldhof spiegeln sich noch nicht im Tabellenbild wider. Nach den ersten beiden Siegen über Koblenz und Stadtallendorf ist am Bornheimer Hang das Stimmungsbarometer leicht gestiegen, während das Binnenklima in Mannheim empfindlich gestört sein soll.

Nach drei Niederlagen in Folge hat die Mannschaft von Cheftrainer Gerd Dais wie das Frankfurter Team erst sechs Punkte auf der Habenseite und steht morgen schon mächtig unter Druck, um den Kontakt zur Spitzengruppe nicht frühzeitig zu verlieren. Fehlen wird den Gästen neben Raffael Korte, der sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hat, auch Maurice Deville, der in der abgelaufenen Saison noch auf Leihbasis im Kader des FSV Frankfurt stand. Der Angreifer befindet sich mit der luxemburgischen Nationalmannschaft auf Länderspielreise.

Andreas Pollasch wird das Aufeinandertreffen am Samstag in Zivil verfolgen. Der defensive Mittelfeldspieler sah beim jüngsten Erfolg der Bornheimer in Stadtallendorf nach einem rustikalen Einsteigen die Rote Karte und wurde vom Sportgericht der Regionalliga Südwest nun für zwei Spiele gesperrt. Dennoch erwarten die Mannheimer am Samstag Gegenwehr der ganz unangenehmen Art. „Wir müssen die Frankfurter niederringen“, so Mannheims Stürmer Jannik Sommer.

(mh)
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