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Basketball: Der beste Start für die Skyliners seit 2006

Von Erstmals seit elf Jahren haben Frankfurts Basketballer die ersten beiden Saisonspiele in der Bundesliga gewonnen. Trainer Gordon Herbert konnte das nicht ansatzweise erfreuen.
Mike Morrison Foto: Huebner/Blatterspiel (imago sportfotodienst) Mike Morrison
Frankfurt. 

Gordon Herbert sah frustriert aus. Nicht wie ein Trainer, dessen Mannschaft gerade den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel eingefahren hat. Gordon Herbert war enttäuscht. Zumindest trat der erfahrene Coach der Fraport Skyliners gestern nach dem hart umkämpften 88:80 (52:45)-Erfolg gegen die BG Göttingen so auf.

„Unser Engagement: null. Unsere Einstellung in der Verteidigung: null. Wir haben diesen Sieg nicht verdient“, kritisierte der Kanadier mit gesenkten Mundwinkeln. Sein Team sei „mental nicht bereit“ gewesen, habe Göttingen „zu viele einfache Punkte“ geschenkt. Schlichtweg: „So können wir nicht spielen.“ Es klang, als hätten die Frankfurter den schlechtesten Saisonstart ihrer Vereinshistorie hingelegt und nicht den besten seit elf Jahren: Denn letztmals waren die Skyliners 2006 mit zwei Siegen in die Basketball-Bundesliga gestartet. Diesmal freilich gegen zwei Mannschaften, die nicht in die Play-offs einziehen werden.

Zwar ließen die Frankfurter den Gästen gestern in der Tat mitunter zu viel Freiraum an der Drei-Punkte-Linie. Doch Herberts Kritik hatte vermutlich einen weiter reichenderen Hintergrund. Er will möglichen Leichtsinn oder Überheblichkeit seines Teams sofort im Keim ersticken. Die „besten fünf Minuten“ seien gewesen, als der dritte Ersatz-Spielmacher Garai Zeeb eingewechselt wurde. Zeeb machte in der Tat einen guten Eindruck.

Dennis Schröder droht Strafe: „Jeder macht ...

Auf Einzelheiten wollte Dennis Schröder nicht eingehen. „Jeder macht Fehler“, sagte der 24-Jährige beim ersten öffentlichen Auftritt Tage nach seiner Festnahme und gelobte Besserung.

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Herbert wusste wohl nicht, dass seine Spieler nach dem rasanten und abwechslungsreichen Dreier-Festival bodenständig auftraten. „Zwei Siege sind gut. Aber wir müssen uns noch in vielen Bereichen verbessern“, betonte Skyliners-Routinier Shawn Huff (10 Punkte). Und der neue Spielmacher Tai Webster (2) befand, er habe bei seiner Heimpremiere „nicht das beste Spiel gemacht. Ich war zu langsam, habe den Ball nicht so gut bewegt.“

Vor 4640 Zuschauern zeigten die Skyliners dennoch, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist. Das Team ist ausgeglichener besetzt, hat mit Webster, Isaac Bonga (10) und Zeeb (3) drei Spielmacher, die sich abwechseln können. Und auf der Centerposition scheint der abgeklärte Neuzugang Jonas Wohlfahrt-Bottermann (6) eine gute Ergänzung zu Mike Morrison (17).

Bilderstrecke Erster Heimsieg: Die Frankfurt Skyliners schlagen Göttingen 88:80
Erster Heimsieg: Die Frankfurt Skyliners schlagen die BG Göttingen vor 4640 Zuschauern mit 88:80.Erster Heimsieg: Die Frankfurt Skyliners schlagen die BG Göttingen vor 4640 Zuschauern mit 88:80.Erster Heimsieg: Die Frankfurt Skyliners schlagen die BG Göttingen vor 4640 Zuschauern mit 88:80.

Die Skyliners hatten in der Verteidigung auch deshalb einen schweren Stand, weil Göttingen notgedrungen mit einer unkonventionellen Aufstellung spielte. Bei den Gästen fehlten beide Centerspieler verletzt, daher standen zeitweise fünf Guards auf dem Feld. Sie trafen traumwandlerisch sicher aus der Distanz. 14 Dreier erzielten die Gäste, die lange Zeit geführt hatten, dann mit 54:65 in Rückstand gerieten und im letzten Viertel noch einmal 72:71 führten. „Wir haben uns schwer getan gegen diese kleine Aufstellung. Das waren wir nicht gewohnt“, bekannte Wohlfahrt-Bottermann. Doch am Ende konnten sich die Skyliners ihren wichtigsten Spieler verlassen: Phil Scrubb holte die Führung mit zwei Dreiern zum 77:72 zurück und war am Ende mit 25 Punkten der überragende Frankfurter. Im dritten Saisonspiel am Sonntag (19.15 Uhr) in Ludwigsburg wird sich zeigen, ob Herberts Worte erhört werden.

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