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Von der Goldspur nicht abgekommen: Deutsche Dressurequipe holt sich bei der EM den Titel zurück

Auch ohne Isabell Werth hätte es für Sönke Rothenberger, Dorothee Schneider und Helen Langehanenberg zum Sieg gereicht.
Team-Europameister: Sönke Rothenberger und Cosmo. Foto: PONTUS LUNDAHL (TT News Agency) Team-Europameister: Sönke Rothenberger und Cosmo.
Göteborg. 

Als Isabell Werth und Weihegold nach einem brillanten Grand Prix auf der Schlusslinie unter dem Applaus der Zuschauer zur finalen Grußaufstellung tanzten, war der 23. EM-Titel für eine deutsche Dressur-Equipe endgültig unter Dach und Fach. „Ich habe damit gerechnet, dass wir gewinnen, aber dass wir so deutlich dominieren, das habe ich nicht erwartet“, sagte eine sichtlich gerührte Bundestrainerin Monica Theodorescu

Überraschen konnte Werths goldener Schlusspunkt in Göteborg niemanden mehr, zu überlegen hatten die Mannschafts-Olympiasieger Sönke Rothenberger mit Cosmo und Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. sowie Helen Langehanenberg mit Damsey ihrer Vorreiterin bereits eine breite Goldspur gelegt und den 2015 an die Niederlande verlorenen Titel zurückerobert.

Die im Einzel-Klassement sechstplatzierte Schneider vom Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb lieferte das Streichresultat, insgesamt standen für Deutschland am Ende 237,07 Prozentpunkte zu Buche – 13 mehr als für die zweitplatzierten Dänen, die Schweden auf Rang drei verdrängten. Für Werth war es der 15. Europameisterschaftstitel seit 1989. „Das ist die stärkste deutsche Mannschaft seit Barcelona 1992“, sagte die Rheinbergerin.

Theodorescu, selbst dreimal Mannschafts-Olympiasiegerin, hatte schon vor Beginn der Veranstaltung nichts von einer anderen Zielvorgabe wissen wolen. „Wer nicht gewinnen will, muss nicht zu einem Championat fahren“, erklärte die 54-Jährige selbstbewusst. Aus gutem Grund: Weit und breit war in Göteborg keine Nation in Sicht, die Deutschland den Titel hätte streitig machen können. Auch die Einzelmedaillen sollten die deutschen Reiter unter sich ausmachen. Im Einzelklassement der Teamwertung erschien auf den vorderen sechs Positionen der Anzeigetafel im Ullevi-Stadion von Göteborg viermal Schwarz-Rot-Gold. Hatten sich die ehemalige Weltranglistenerste Langehanenberg und die ohne ihr Olympiapferd Showtime angereiste Schneider bereits am Dienstag die Plätze eins und zwei gesichert, schoben sich Werth und Rothenberger am Mittwoch noch an den beiden vorbei. Der Bad Homburger Rothenberger war trotz der Fehler bei den Einerwechseln und im Galopp zufrieden mit seiner Vorstellung, räumte aber ein: „Wenn man eine Einzelmedaille gewinnen will, dürfen diese Fehler natürlich nicht passieren.“ Er lobte seinen „Kraftpanzer Cosmo, der auch am Ende eines Vortrags immer noch so unglaublich viel Energie hat“.

Für Deutschland ist es bei einer EM das 23. Mannschaftsgold seit 1965. Zuletzt gab es ausgerechnet bei der Heim-EM 2015 in Aachen eine schmerzhafte Niederlage gegen die Niederlande und die zweitplatzierten Briten. Diese verpassten nach dem kurzfristigen Ausfall von Gareth Hughes und in Abwesenheit der dreimaligen Olympiasiegerin Charlotte Dujardin in Göteborg auf Platz vier die Medaillenränge. Hughes Pferd Don Carissimo hatte beim Vet-Check in die Holding Box gehen müssen, aber auch eine erneute Untersuchung zeigte keine Verbesserung. Die Tierärzte diagnostizierten eine Verletzung, der Wallach konnte nicht starten.

Die besten 30 Reiter im Grand Prix kämpfen am Freitag im Grand Prix Spécial um die ersten drei Einzel-Medaillen. Die 15 Besten aus dem Spécial, allerdings maximal drei Reiter pro Nation, ermitteln dann am Samstag Sieger und Platzierte in der Grand Prix Kür.

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