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Klose reist als Trainer-Azubi mit nach San Marino: Deutsche Nationalmannschaft: Zurück in Bella Italia

Heute beginnt die letzte Jahresetappe für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Auch Kroos fällt verletzt aus.
Gemeinsam auch beim Sportpresseball in Frankfurt: Miroslav Klose (links) und Joachim Löw. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Gemeinsam auch beim Sportpresseball in Frankfurt: Miroslav Klose (links) und Joachim Löw.
Frankfurt. 

Wenn Joachim Löw mit seinem Weltmeisterteam zur Jahresabschlussfahrt nach Rimini aufbricht, darf ein Neuling gleich ganz vorne bei ihm im Sonderflieger sitzen. Miroslav Klose startet am heutigen Mittwoch ein neues Kapitel seiner grandiosen Karriere und kehrt als Trainer-Azubi in den Kreis der Fußball-Nationalmannschaft zurück.

Toni Kroos dagegen kann wie Jérôme Boateng und Julian Draxler nicht mit auf die letzte DFB-Dienstreise 2016 gehen. Der Star von Real Madrid hat sich einen Haarriss am fünften Mittelfußknochen des rechten Fußes zugezogen. Der Münchner Boateng und der Wolfsburger Draxler hatten schon zuvor verletzt absagen müssen.

Die Rückkehr des „ewigen Miro“ sticht in der Aufmerksamkeit der Fans sogar ein mögliches A-Elf-Debüt von Yannick Gerhardt, Benjamin Henrichs und Serge Gnabry aus. „Natürlich freuen wir uns, dass er beim DFB beginnt, wir garantieren ihm eine gute Ausbildung, dass er den Trainerschein machen kann, dass er verschiedene Abteilungen durchläuft. Aber der Miro hat auch eine klare Aufgabe“, formulierte Bundestrainer Löw vor dem Abflug zum WM-Qualifikationsspiel in San Marino am Freitag und dem Test vier Tage später in Italien.

In Bella Italia, Kloses alter Wahlheimat, fanden Gespräche mit dem WM-Rekordschützen statt. „Wir hatten schon länger Kontakt und haben in den letzten ein, zwei Jahren gesprochen, im Urlaub auf Sardinien“, erzählte Löw. Bald war die Idee geboren, mit Klose eine bestechende Win-Win-Situation zu schaffen: Trainerpraktikum auf höchstmöglichem Niveau für den einstigen Top-Angreifer gegen Know-how-Vermittlung für dessen Nachfolger mit Nachhilfebedarf.

Die mangelnde Effektivität bei der Chancenverwertung hat Löw als großes Manko auch bei der EM in diesem Sommer massiv gestört. „Er hat viel Erfahrung als Spieler, gerade als Stürmer, und das ist für uns eine wichtige Hilfe, weil er die Stürmer beobachtet, was machen sie falsch. Er ist eine Hilfe für junge Spieler“, sagte Löw vor dem erwarteten Tore-Wettballern gegen den krassen Außenseiter San Marino. Einen klaren Sieg – den vierten in der laufenden WM-Qualifikation – hat der souveräne Tabellenführer in der Gruppe C fest eingeplant, auch wenn nun vier Weltmeister aus der Startelf von den jüngsten Siegen gegen Tschechien (3:0) und Nordirland (2:0) fehlen: Kroos, Boateng und Draxler sind verletzt. Auf den stark belasteten Mesut Özil hatte Löw ohnehin verzichtet. In Gerhardt (22) aus Wolfsburg, Henrichs (19) aus Leverkusen und Gnabry (21) aus Bremen hat er dafür drei Neulinge dabei.

Für Klose ist die Rückkehr zum DFB viel mehr als nur eine gute Gelegenheit, den erhofften Trainerweg einzuschlagen. „In der Nationalmannschaft habe ich meine größten Erfolge gefeiert, diese Zeit war wunderschön und bleibt unvergessen“, sagte der 38-Jährige.

Insgesamt 13 Jahre, von 2001 bis zum WM-Sieg 2014, spielte er für Deutschland. 137 Mal lief er im DFB-Trikot auf, erzielte von keinem erreichte 71 Tore. Auch bei beiden bisherigen Spielen gegen San Marino in der EM-Qualifikation 2006 und 2007 war er dabei. Zum 13:0 in Serravalle, dem höchsten Sieg der Ära Löw, steuerte er zwei Treffer bei.

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