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Frankfurt Marathon: Die Elite hat beim Frankfurter Marathon am Sonntag persönliche Rekorde im Blick

Von Mehr als 15 500 Läuferinnen und Läufer wollen bei der 35. Auflage des ältesten City-Marathons starten. Dabei befinden sich auch unter den Topathleten Debütanten wie Dauergäste.
Will als Deutsche an frühere Erfolge anknüpfen: die gebürtige Äthiopierin Fate Tola. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Will als Deutsche an frühere Erfolge anknüpfen: die gebürtige Äthiopierin Fate Tola.
Frankfurt. 

Cybrian Kotut ist ein höflicher Mensch. Bekommt er von einem Journalisten eine Frage gestellt, bedankt sich der 24 Jahre alte Kenianer erst einmal, bevor er zu einer Antwort ansetzt. Und die, in flüssigem Englisch gegeben, ist meist viel ausführlicher als die Statements der anderen Afrikaner, die sich Hoffnung machen auf einen Sieg beim Frankfurt-Marathon.

Wenn am morgigen Sonntag um 10 Uhr an der Friedrich-Ebert-Anlage der Startschuss für die 35. Auflage des Traditionsevents ertönt, wird Kotut sich aber erst einmal einordnen in die Gruppe der Favoriten, die, geführt von den Tempomachern, eine Zeit von 2:06 Stunden über die klassischen 42,195 Kilometer anpeilen und die erste Hälfte entsprechend in 63 Minuten angehen. Zuletzt jedoch, weiß der Sportliche Leiter Christoph Kopp zu berichten, verbuchten die Sieger stets einen negativen Split, waren also auf dem zweiten Teil der Distanz schneller als zu Beginn.

Doch sie sollen ja auch nicht überpacen, die ehrgeizigen Ausdauersportler, von denen im Vorfeld einige Zeiten ausriefen, die Kopp nicht unbedingt für realistisch hält. Im Fall von Kotut allerdings glaubt nicht nur der Athlet selbst daran, seine bisherige Bestzeit von 2:07:11 Stunden unterbieten zu können, die er bei seinem Triumph im Frühjahr in Paris verbuchte. „Er hat sehr viel Potenzial“, betont Renndirektor Jo Schindler. Zudem fühlt der mit Läufergenen gesegnete jüngere Bruder des mehrmaligen New-York- und London-Siegers Martin Lel sich nach dreimonatiger Vorbereitung hervorragend präpariert. Als einziges Rennen im Vorfeld war er am 2. Oktober in Cardiff einen Halbmarathon in 61:04 Minuten gelaufen, nun sei er zuversichtlich für den nächsten Schritt. „Ich bin zwar zum ersten Mal in Frankfurt, aber ich habe das Rennen mehrmals im Fernsehen gesehen und weiß, dass die Strecke sehr schnell ist.“ Eine Zeit um die 2:05 Stunden wäre womöglich drin.

Info: Die deutschen Meister fehlen bei der Titeljagd

Im vergangenen Jahr hatte Arne Gabius für einen Höhepunkt in der Geschichte des Frankfurter Marathons gesorgt. Als deutscher Meister sorgte der Hamburger in 2:08:33 Stunden für einen neuen nationalen Rekord.

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Die sind andere schon gelaufen, der Äthiopier Tadesse Tola etwa, der 2010 in der Festhalle Zweiter war hinter Wilson Kipsang und mit seinem drei Jahre alten persönlichen Rekord von 2:04:49 Stunden auch die niedrigste Startnummer erhalten hat. Oder der Kenianer Mark Korir, dessen bislang schnellstes Rennen 2015 nach 2:05:49 Stunden zu Ende ging und der damit ein Jahr vor seinem Landsmann Kotut in der französischen Hauptstadt triumphierte. Diesmal musste der 28-Jährige vorzeitig aufgeben und ist nun heiß darauf, sich dafür zu rehabilitieren.

Fate Tola im Fokus

Bei den Frauen dürften sich viele Blicke auf die gebürtige Äthiopierin Fate Tola richten, die erstmals seit ihrer Einbürgerung einen Marathon als Deutsche bestreitet und entsprechend neben einer neuen persönlichen Bestzeit – die bisherige steht bei 2:25:14 Stunden – auch den nationalen Titel im Blick hat. Nach einer Babypause will die Frau des Wahl-Hessen Musa Roba-Kinkal, 2011 Deutscher Meister über 10 000 Meter, so wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Kopp hat ihr dafür die Startnummer sieben zugestanden, die stets denjenigen vorbehalten ist, denen der Fachmann besonders die Daumen drückt.

Aus der internationalen Konkurrenz war unter anderem die Äthiopierin Mamitu Daska schon schneller, die dreimal sehr gute Erfahrungen am Main sammeln konnte und 2011 in ihrem bislang besten Rennen von 2:21:59 Stunden auch den Sieg davontrug. Ebenfalls ein Dauergast bei Deutschlands ältestem City-Marathon ist die Hamburgerin Mona Stockhecke, die zum dritten Mal in Folge angereist ist und vorhat, mit einer Steigerung ihrer Bestzeit von 2:33:43 Stunden den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Heim-Europameisterschaft 2018 in Berlin zu machen.

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