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Basketball: Die Skyliners haben die Playoffs in eigener Hand

Von Herzschlagfinale für die Frankfurter in der Bundesliga: Nach dem schmeichelhaften Sieg gestern gegen Jena stehen sie morgen unter großem Druck.
War gestern einer der wenigen Lichtblicke im Skyliners-Team: Center Mike Morrison. Foto: Huebner/Blatterspiel (Jan Huebner) War gestern einer der wenigen Lichtblicke im Skyliners-Team: Center Mike Morrison.
Frankfurt. 

Es war nicht wirklich schön anzusehen. Sogar „eines unserer hässlichsten Spiele in dieser Saison“, befand Gordon Herbert. Der Basketball-Trainer der Fraport Skyliners wirkte nach dem schmeichelhaften 67:65 (38:35) gestern gegen Hinterbänkler-Team Science City Jena nur bedingt glücklich. Doch letztlich zählte auch für ihn: Seine Frankfurter behaupteten dadurch den achten Bundesliga-Platz und können den Einzug in die Play-offs aus eigener Kraft schaffen. Gewinnen sie morgen (15 Uhr) das schwere letzte Hauptrunden-Spiel bei den EWE Baskets Oldenburg, stehen sie im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft. Dort würden sie am kommenden Samstag in der ersten Play-off-Runde auf den FC Bayern treffen, der sich vorzeitig Rang eins gesichert hat. Doch: Sollten die Frankfurter morgen verlieren, droht ihnen auf den letzten Metern das Aus: Würzburg (9.) könnte die Hessen mit einem gleichzeitigen Heimsieg gegen Bayreuth noch von Rang acht verdrängen. Dann wäre die Saison für die Skyliners morgen beendet.

„Wir haben unser Schicksal weiter in der eigenen Hand“, betonte Herbert. „Wenn wir in Oldenburg gewinnen, sind wir in den Play-offs. Und wir haben immer gut in Oldenburg gespielt.“ Ein Sieg seiner sehr wechselhaft auftretenden Mannschaft bei den Niedersachsen wäre allerdings eine große Überraschung. Nur zwei Tage nach dem Debakel am Freitag bei Alba Berlin (69:106) präsentierten sich die Skyliners gestern erneut weit entfernt von einer Play-off-Form. Jena, das sich den Klassenerhalt bereits gesichert hat und befreit aufspielen konnte, hatte den Sieg mindestens ebenso verdient. Die Frankfurter, die vor Wochenfrist noch mit einem Heim-Coup gegen Meister Bamberg geglänzt hatten, verkrampften über weite Strecken.

„Das waren jetzt zwei schlechte Spiele in Folge. Eigentlich kann es nur wieder bergauf gehen“, meinte Herbert und sprach von einer „großen Herausforderung. Unser Team spürt den Druck.“ Er selbst werde heute Nacht „in die Kirche gehen“, kündigte der Kanadier im Spaß an. Heute früh erfolgt bereits die Reise der Mannschaft nach Oldenburg.

Gegen Jena wurde die aktuelle Verunsicherung der Frankfurter sichtbar. In den schwachen Anfangsminuten (2:12 und 11:21) verlor alleine Spielmacher Tai Webster gleich dreimal den Ball. Die Mannschaft verstrickte sich in Einzelaktionen und wirkte überfordert gegen Jenas offensive Zonen-Presse. Immer wieder forcierten die Gäste dadurch Abspielfehler der Hessen im Spielaufbau. Auch Frankfurts Topscorer Phil Scrubb (8) wirkte müde.

1:20 Minuten vor dem Ende lagen die Skyliners noch 63:64 zurück und vergaben reihenweise beste Möglichkeiten, ehe Shawn Huff (5) und Mike Morrison (13) den glücklichen Sieg sicherstellten. Was der 19. Erfolg im 33. Saisonspiel wert war, wird sich morgen zeigen. Immerhin: Die begeistert mitgehenden 4540 Zuschauer verbreiten gestern in der heimischen Arena bereits etwas Play-off-Atmosphäre.

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