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FSV Frankfurt: Duell der Leidensgenossen

Von Am Samstag (14 Uhr) empfängt der aufstrebende Drittligist FSV Frankfurt den Klassenprimus MSV Duisburg. Bei diesem Spitzenspiel kommt es auch zu einem Aufeinandertreffen zweier Fußball-Philosophien.
FSV-Chefcoach Roland Vrabec. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) FSV-Chefcoach Roland Vrabec.
Frankfurt. 

Es ist noch nicht allzu lange her, dass die Anhänger des FSV Frankfurt und des MSV Duisburg ihre Mannschaften bei Gastspielen nach Berlin, München, Leipzig oder St. Pauli begleiteten. Mittlerweile stehen für die Fans der beiden Clubs, die im Mai dieses Jahres gemeinsam den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten mussten, Fußball-Standorte wie Großaspach, Lotte oder Regensburg auf dem Reiseprogramm.

Wenn am Samstag (Anpfiff: 14 Uhr) der FSV Frankfurt den MSV Duisburg empfängt, ist dies nicht nur ein Duell der Leidensgenossen oder auch das Spitzentreffen des 15. Spieltages, bei dem der Klassenprimus aus dem Ruhrgebiet (26 Punkte) auf die seit acht Begegnungen ungeschlagenen Bornheimer (21 Zähler) trifft. Wenn am Samstag nach langer Zeit mal wieder ein Hauch von Zweitliga-Flair durch das Frankfurter Stadion weht – es werden knapp 5000 Zuschauer erwartet –, kommt es auch zu einem Aufeinandertreffen der Gegensätze. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Dies begann schon kurz nach dem Abstieg der Vereine, als man völlig unterschiedlich mit der neuen Situation umging. Beim MSV Duisburg, dem wie der FSV mehr als acht Millionen Euro an Einnahmen wegbrachen, setzte man auf einen finanziellen Kraftakt und versuchte, einen Großteil der Zweitligamannschaft zu halten. Bis auf Außenverteidiger Rolf Feltscher sowie die beiden Offensivkräfte Giorgi Chanturia und Victor Obinna, der zum SV Darmstadt 98 in die Bundesliga wechselte, blieben fast alle Stammspieler Cheftrainer Ilija Gruev, der ebenfalls in Amt und Würden blieb, erhalten.

Für Gruevs Frankfurter Kollegen Roland Vrabec ist es deshalb keine Überraschung, dass der frühere Bundesligist seiner Favoritenrolle bislang gerecht geworden ist. „Ich hatte Duisburg schon vor der Saison auf dem Zettel. Wir treffen auf eine sehr erfahrene Mannschaft“, sagt Vrabec, der im Gegensatz zu Gruev zunächst einmal mit FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger und Sportdirektor Roland Benschneider in Windeseile eine komplett neue Mannschaft zusammenstellen musste, weil bis auf Torhüter Sören Pirson und Defensivspieler Shawn Barry alle Profis samt dem glücklosen Chefcoach Falko Götz dem FSV Frankfurt den Rücken kehrten oder kehren mussten (Götz).

Während die Duisburger vor dem Saisonstart von der Konkurrenz zum Aufstiegskandidaten erkoren wurden, galten die Bornheimer als „Wundertüte“ mit einer nur schwer einzuschätzenden Prognose. Nach einem schwachen Saisonstart und dem Sturz ans Tabellenende nach dem sechsten Spieltag hat Vrabec mit seiner Mannschaft aber die Trendwende geschafft und mit einer Serie von acht ungeschlagenen Begegnungen in Folge Kurs auf die Aufstiegsplätze genommen. Ganz im Gegensatz zu den Duisburgern in offensiver Ausrichtung und mittlerweile äußerst treffsicher.

„Am Samstag treffen auch zwei Philosophien aufeinander, und deshalb ist es ein interessantes Spiel“, beschreibt Vrabec zutreffend das bevorstehende Duell des besten Angriffs (FSV/24:14 Tore) gegen die stärkste Abwehr (MSV/14:8). „Duisburg richtet sein Augenmerk auf das Verteidigen des eigenen Tores und kommt dann über das schnelle Umschalten nach vorne. Wir dagegen sind eine Mannschaft, die in erster Linie nach vorne ausgerichtet ist“, so Vrabec, der sich in einer Situation befindet, um die ihn viele seiner Kollegen beneiden dürften.

Streker wieder fit

Nachdem Denis Streker nämlich seine Knieverletzung auskuriert hat und vergangene Woche wieder ins Training eingestiegen ist, stehen dem 42 Jahre alten Fußball-Lehrer alle Spieler zur Verfügung, die sich seit Wochen einen ganz offensichtlich recht leistungsfördernden Konkurrenzkampf liefern.

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