Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 10°C

Ein Bild von einer Kür

Von Die Teilnahme der WM- und EM-Zweiten bei den Spielen in Asien hängt aber noch vom Sprachtest des gebürtigen Franzosen ab.
Hoffen auf eine perfekte Partnerschaft im nächsten Jahr: Aljona Savchenko und Bruno Massot. Foto: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild) Hoffen auf eine perfekte Partnerschaft im nächsten Jahr: Aljona Savchenko und Bruno Massot.
Frankfurt. 

Es ist schwer genug, auf glattem Parkett die Balance zu halten. Dass da noch etwas zu erledigen ist, bevor Aljona Savchenko und Bruno Massot die Startberechtigung für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang sicher in den Händen halten, daran will die 33-Jährige nicht denken. „Wir sind nur auf den Sport fokussiert“, betont die fünfmalige Paarlauf-Weltmeisterin. „Der Rest ist Sache des Verbandes.“ Doch dass ihr neuer Partner, ein gebürtiger Franzose, noch immer nicht den Sprachtest für seine Einbürgerung in Deutschland bestanden hat, sei „schon belastend“.

Die Unterlagen sind unterwegs, erklärt Elke Treitz, die für den Leistungssport zuständige Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Und man sei zuversichtlich, dass rechtzeitig vor dem Abflug nach Asien alles seine Richtigkeit hat. Noch seien ja drei Monate Zeit, bis in Südkorea die olympische Flamme entzündet wird.

Drei Monate, die die Hoffnungsträger der hierzulande längst nicht mehr erfolgsverwöhnten Kufenkünstler so gut wie möglich nutzen wollen. Die verbleibenden drei Wettkämpfe in diesem Jahr, der Grand Prix in Lake Placid, das Serienfinale eine Woche später in Japan und die Deutschen Meisterschaften Mitte Dezember in Frankfurt, sehen die beiden als Training, das sie weiter voranbringen möge auf dem Weg zum ersehnten Triumph. Zuletzt in Kanada waren die Vorstellungen noch nicht nach Wunsch gelaufen, belegten die beiden Oberstdorfer nach zwei Patzern Massots nur Rang zwei hinter den eigentlich schwächer eingeschätzten Lokalmatadoren Meagan Duhamel und Eric Radford. Danach zogen sich die WM- und EM-Zweiten mit Trainer Alexander König erst einmal wieder aus dem Scheinwerferlicht zurück, feilten an ihren Einzelsprüngen und stellten diese um. „Wir müssen sie ja beide können“, erklärt Savchenko. Auch der Wurfflip rückte in den Fokus, „für den Fall, dass der Axel noch nicht hundertprozentig klappt“. Risiko scheuen die beiden zwar nicht; im entscheidenden Moment muss es jedoch kalkulierbar sein.

Eine eigene Geschichte

Höhen und Tiefen in der Vorbereitung kennt Savchenko zur Genüge aus ihrer langen Karriere, in der sie an der Seite des mittlerweile als Trainer arbeitenden Robin Szolkowy alles außer – trotz dreimaliger Teilnahme – die Olympischen Spiele gewann. Die Programme, an denen sie jeweils feilte, hatten alle ihre eigene Geschichte. Die der Kür dieses Winters ist aber eine ganz besondere. Von Christopher Dean, dem Mann, der mit seiner Partnerin Jayne Torvill 1984 einen perfekten Bolero kreierte und mit bis dahin ungeahnter Harmonie den Tanz auf dem Eis in eine neue Dimension erhob, ließen sich Savchenko und Massot ein Kunstwerk auf ihre schlanken Leiber schneidern. Ein Bild wollen sie damit aufs Eis malen, das „die Schönheit des Lebens“ widerspiegelt, wie die willensstarke Läuferin erklärt. Dieses soll die Geschichte ihres Sports prägen, es wert sein, mit Gold vergolten zu werden.

Nach den ersten Trainingseindrücken in diesem Monat wähnen sie sich dabei auf gutem Weg. „Es lief schon ganz anders mit dem künstlerischen Ausdruck“, verkündete Savchenko gestern bei einem Live-Chat aus der Oberstdorfer Eishalle. „Auch die Elemente klappen besser.“ Massot sagte fast nichts dazu. Er wollte oder konnte nicht.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse