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Ein Ferrari statt „Merci“-Schokolade

Von Eintracht-Gegner RB Leipzig im nicht immer ganz ernst gemeinten Gegner-Check: Schenkt Emil Forsberg heute auch der Eintracht etwas? Zum Beispiel ein Eigentor?
Stephan Reich Bilder > Foto: K. Niebler Stephan Reich

  Das ist los beim Gegner: Empörung. Denn über die üblichen Schmähungen des Konstrukts RB seitens der gegnerischen Fans hinaus, wurde nun erstmals auch ein gegnerischer Spieler den Leipzigern gegenüber ausfällig. Augsburgs Daniel Baier nämlich, der sich während des überraschenden 1:0-Siegs der Fuggerstädter zu einer Geste in Richtung RB-Coach Ralph Hasenhüttl hinreißen ließ, die man öffentlich ansonsten höchstens beim Schütteln einer Ketchup-Flasche machen sollte. Nun muss Baier 20 000 Euro zahlen und ein Spiel aussetzen. Wie er das freie Wochenende verbringt, möchte man lieber gar nicht wissen.

  Der Star des Teams: Mittelfeld-Spieler Emil Forsberg zieht seit einer ganzen Weile schon die Fäden im RB-Mittelfeld, außerdem scheint er auch abseits des Platzes ein netter Kerl zu sein. Zumindest lassen seine Schenk-Gewohnheiten darauf schließen. Gerade hat Forsberg nämlich seinem Berater einen Ferrari geschenkt, einfach so, aus Dankbarkeit. Für den Berater war das laut eigener Aussage „ein Schock“, außerdem wollte er den Ferrari zuerst nicht annehmen, was er dann aber doch tat. Gute Freunde muss man eben haben. Vielleicht ist das aber auch einfach die neureiche RB-Variante einer Packung „Merci“-Schokolade.

  Die Formkurve: Durchwachsen. Zumindest gemessen an der Formkurve des letzten Jahres, als die Leipziger die Höhen der Tabelle stürmten wie einst die Prinzen die Charts. Bereits zwei Niederlagen stehen zu Buche – gegen Schalke und Augsburg – außerdem ein Unentschieden gegen Gladbach. Gerüchteweise versucht man in Leipzig bereits, die Verbände davon zu überzeugen, Punkte fortan einfach auch kaufen zu können.

  Unnützes Wissen: Hätte sich Ralf Rangnick im Jahre 2004 ein wenig anders entschieden, sähe die deutsche Fußballlandschaft deutlich anders aus. Der heutige RB-Boss war nämlich einer der heißesten Kandidaten auf den Posten des Co-Trainers von Jürgen Klinsmann bei der Deutschen Nationalmannschaft. Rangnick lehnte ab und führte lieber Hoffenheim und dann Leipzig in die Bundesliga, Jogi Löw machte unterdessen aus einer Rumpftruppe einen Weltmeister. Einer der beiden hat sich auf jeden Fall richtig entschieden.

  So läuft das Spiel: Das Leipziger Offensivspiel liegt brach, da Spielmacher Emil Forsberg am Seitenrand und auf der Tribüne rumläuft und dem Zeugwart („Für die Ordnung in der Kabine“), ausgewählten Fans („Für den sachgemäßen Einsatz der Klatschpappen“) und auch den Würstchenverkäufern („Für die leckere Wurst“) aus Dankbarkeit Ferraris schenkt. Auf den Führungstreffer der Eintracht können die Leipziger taktisch nicht mehr reagieren, weil Ralf Rangnick seinen Fehler aus dem Jahre 2004 einsieht und sich noch während des Spiels ins Auto setzt, um dem DFB seine Dienste anzubieten. 1:0 für die Eintracht.

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