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Zweite Fußball-Bundesliga: Ein Lebenszeichen des SV Darmstadt 98

Gegen den Spitzenreiter aus Düsseldorf schaffen die Lilien den ersten Heimsieg seit mehr als einem halben Jahr. Doch an der prekären Situation der Südhessen in der Zweiten Fußball-Bundesliga hat sich kaum etwas geändert. Denn auch die anderen Teams im Tabellenkeller punkten fleißig.
Jubelnd im Abstiegskampf: Aytac Sulu, der Kapitän des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98, freut sich mit seiner Mannschaft über den Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf. Foto: Huebner/Ulrich (imago sportfotodienst) Jubelnd im Abstiegskampf: Aytac Sulu, der Kapitän des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98, freut sich mit seiner Mannschaft über den Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf.
Darmstadt. 

Kapitän Aytac Sulu brachte es nach dem überraschenden Sieg seines SV Darmstadt 98 gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf auf den Punkt: „Die Liga ist dieses Jahr auf jeden Fall verrückt!“ Mit dem 1:0 (1:0) gegen die Rheinländer feierten die Lilien den ersten Heimsieg in der Zweiten Fußball-Bundesliga seit mehr als einem halben Jahr und schöpfen neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. In der Tabelle hat sich für beide Teams wenig geändert. Düsseldorf bleibt Spitzenreiter, Darmstadt steht weiterhin auf Abstiegsplatz 17. Man ist nur noch näher zusammengerückt.

Zwischen Darmstadt und dem Tabellenvierten Ingolstadt beträgt der Abstand gerade einmal neun Punkte – bei sechs ausstehenden Partien, in denen ein Team im besten Fall 18 Punkte holen kann. Selbst der Tabellenletzte Kaiserslautern ist da mit sechs Zählern Rückstand auf den Relegationsrang 16 noch lange nicht verloren.

Zurückhaltend

Entsprechend zurückhaltend reagierte Darmstadt-Coach Dirk Schuster nach dem Sieg. Von einer Wende wollte er am Abend des Ostermontags nicht sprechen. Der Sieg sei nur „ein weiteres kleines Lebenszeichen“ im Kampf um den Klassenerhalt gewesen.

Mittelfeldspieler Tobias Kempe hatte für die Gastgeber in der 38. Minute mit einem abgefälschten Schuss das Tor des Abends erzielt. Fünf Minuten später musste Lilien-Verteidiger Fabian Holland wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Doch mehr als zwei Pfostenschüsse im zweiten Durchgang von Genki Haraguchi und Marcel Sobottka wollten Düsseldorf in Überzahl nicht gelingen.

„Diese Niederlage war nicht notwendig“, bilanzierte der Düsseldorfer Coach Friedhelm Funkel gelassen. Mit acht Punkten Vorsprung auf Relegationsrang drei und 13 Zählern Abstand zu Platz vier befindet sich sein Team weiter auf Bundesliga-Kurs. „Wir hatten eine Reihe von Chancen, haben zweimal den Pfosten getroffen“, sagte er. „Es passiert, dass man mal in einem Spiel kein Tor schießt. Dann kann man ein Spiel nicht gewinnen.“

Zuletzt am Böllenfalltor gewonnen hatte Darmstadt am 17. September (4:3 gegen Arminia Bielefeld), damals noch unter Trainer Torsten Frings. Sein Nachfolger Schuster freute sich somit auch über den ersten Heimsieg, seit er den Verein im Dezember übernommen hatte.

„Ich bin sehr glücklich und sehr stolz, mit welcher kämpferischen Einstellung, mit welcher Moral und welcher Mentalität die Mannschaft diesen wichtigen Sieg über die Zeit gebracht hat“, lobte Schuster, schickte aber gleich hinter: „Ich denke, dass wir gut beraten sind, weiter hart zu arbeiten, weiter ruhig zu arbeiten, um unser Ziel am Ende gemeinsam zu erreichen.“

Mit Rechenspielen will man sich da in Darmstadt offiziell nicht befassen. Doch Kapitän Sulu gestand, dass er doch auf die Resultate der Tabellennachbarn aus Aue, Fürth und Kaiserslautern geguckt habe. Alle gewannen ihre Spiele. „Jetzt kann ich es ja sagen: Als ich auf der Couch saß, habe ich gedacht: Das kann doch nicht wahr sein. Aber das darfst du dir natürlich nicht anmerken lassen vor den Jungs.“

Am kommenden Wochenende geht es für die Lilien, die seit nunmehr fünf Spielen unbesiegt sind, zum Tabellendritten Holstein Kiel. Dort will die Mannschaft dann das nächste kleine Lebenszeichen in dieser verrückten Liga setzen.

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