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Pferdesport: Ein Weltmeister auf dem Sprung

Von Morgen beginnt das traditionsreiche Turnier in der Frankfurter Festhalle mit Wettbewerben in Springreiten und Dressur.
Einer der großen Favoriten im Springreiten: Der amtierende Weltmeister Jeroen Dubbeldam. Foto: imago sportfotodienst Einer der großen Favoriten im Springreiten: Der amtierende Weltmeister Jeroen Dubbeldam.
Frankfurt. 

Die vorweihnachtliche Zeit ohne das Frankfurter Festhallen-Reitturnier? Kaum vorstellbar. Von 1955 bis 1972 und seit 1989 bis heute sorgen die Reiter in dem 40 Meter hohen Kuppelbau für eine besondere Turnieratmosphäre. Von morgen an bis Sonntag werden wieder einmal Olympiasieger, Weltmeister und viele andere Stars im Spring-Parcours und Dressur-Viereck in der „Gud Stubb“ antreten.

Der Donnerstag ist der Hessentag, danach geht es international weiter. Verteilt werden Preisgelder von insgesamt 365 000 Euro. Auf dem Programm stehen 14 Springen, davon vier um Weltranglistenpunkte, die komplette Grand-Prix-Tour der Dressur-Reiter sowie die Finals in den Nachwuchs-Dressurprüfungen Nürnberger Burg-Pokal und Louisdor-Preis (siehe auch Text unten).

Obwohl viele Springreiter beim parallel laufenden Turnier in London starten, weil sie dort im Gegensatz zu Frankfurt auch Weltcup-Punkte erringen können, braucht sich die Konkurrenz in Frankfurt nicht zu verstecken. Bekanntester Teilnehmer ist der amtierende Weltmeister Jeroen Dubbeldam. Der „fliegende Holländer“ ist neben Hans Günter Winkler der einzige Springreiter, der Einzel-Gold in allen drei Championaten gewann – bei Olympischen Spielen (2000), Weltmeisterschaften (2014) und Europameisterschaften (2015).

Dennoch wird er nicht zwingend als Favorit in den mit 75 000 Euro dotierten Großen Preis am Sonntag gehen. Sein Landsmann Gerco Schröder empfahl sich vor zwei Wochen mit dem Triumph in Salzburg, der Sieg des Iren Cameron Hanley beim Weltcup in Madrid ist erst eine Woche alt. Am Start ist auch Hanleys Brötchengeber Pius Schwizer aus der Schweiz. Aus der siegreichen EM-Equipe ist der Ire Denis Lynch da. Die Portugiesin Luciana Diniz hat schon viele Große Preise gewonnen, darunter in Aachen. Und der schwedische WM-Vierte Rolf-Göran Bengtson gewann 2016 die Gobal-Champions-Tour. Und mit Marc Houtzager ist ein weiterer namhafter Niederländer dabei. 2012 gewann er Olympia-Silber in der Mannschaft, der auch Schröder angehörte.

„Exot“ aus Darmstadt

Die namhaftesten deutschen Reiter schickte Bundestrainer Otto Becker nach London, um Weltcup-Punkte zu sammeln. Doch auch nach Frankfurt bringt er mit Philipp Weishaupt (Riesenbeck), der 2017 in Kanada eine „Million-Dollar-Prüfung“ gewann, Jörg Oppermann, der seine Karriere in Elz begann, dem dreimaligen Europameister Marco Kutscher aus Bad Essen und Team-Weltmeisterin von 2010, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, einige Sieganwärter mit. Zwei Mannschafts-Olympiasieger in der Vielseitigkeit kommen hinzu: Michael Jung (Horb) ist auch Einzel-Olympiasieger, Ingrid Klimke (Münster) Einzel-Europameisterin.

Auch ein „Exot“ wird dabei sein. Der Darmstädter Jens Hilbert, Sieger der TV-Reality-Show „Promi Big Brother“. Den Startplatz in Frankfurt bekam er freilich wegen seiner Reitkünste. Auch sein Trainer traut ihm es zu, die Hindernisse im Sattel erfolgreich zu nehmen. Und der muss es wissen: Es ist Hugo Simon, der bis vor zwei Jahren aktive und wahrscheinlich auch erfolgreichste Reiter in der Geschichte des Festhallenturniers.

So offen die Springprüfungen sind, so klar ist die Favoritenrolle im Dressur-Viereck. An Isabell Werth dürfte niemand vorbeikommen. Nicht Mannschafts-Weltmeisterin Fabienne Lütkemeier (Paderborn), kein anderer Reiter aus dem deutschen A-Kader, und auch nicht Team-Europameister Patrick van der Meer aus den Niederlanden.

Die sechsfache Olympiasiegerin Werth ist ein Dauergast in der Festhalle. Ihre Pferde, egal ob Nachwuchs oder erfahrene Vierbeiner in der Grand-Prix-Tour, haben fast immer die Siegerschleife umgehängt bekommen.

Eine Attraktion für Pferdeliebhaber ist die auf 8000 Quadratmeter verteilte Ausstellung im zweiten Stock des Foyers. Viele nützen die Pausen zwischen den Prüfungen, um die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

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