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French Open: Ein deutscher Tag in Paris

Gleich fünf deutsche Tennis-Profis zogen gestern bei den French Open in die dritte Runde ein. Darunter auch Angelique Kerber und Andrea Petkovic, auf die nun schwere Gegnerinnen warten.
Die große Überraschung gestern: Maximilian Marterer. Foto: Juergen Hasenkopf (imago sportfotodienst) Die große Überraschung gestern: Maximilian Marterer.
Paris. 

Angelique Kerber freute sich über einen guten „Stundenlohn“, Andrea Petkovic aufs Eisbad, und Maximilian Marterer überraschte gegen ein kanadisches Supertalent. Die deutschen Tennisprofis haben am fünften Tag der French Open für positive Schlagzeilen gesorgt. Angeführt von der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin Kerber erreichten gestern fünf Deutsche die dritte Runde in Roland Garros.

Kerber hatte dabei den kürzesten Arbeitstag. Die frühere Weltranglistenerste schlug die Rumänin Ana Bogdan nach nur 60 Minuten 6:2, 6:3. Schon in Runde eins hatte sie sich in einem deutschen Duell gegen Mona Barthel (Neumünster) nach exakt einer Stunde durchgesetzt und damit ihr erstes Match in Roland Garros seit drei Jahren gewonnen. „Ich wollte mit Spaß und Leidenschaft spielen und freue mich, in der dritten Runde zu sein“, sagte Kerber nach ihrem ersten Duell mit Bogdan, aktuell die Nummer 66 der Welt. Als nächstes erwartet die zweimalige Grand-Slam-Siegerin nun das schwierige Duell mit der niederländischen Sandplatz-Spezialistin Kiki Bertens (Niederlande/Nr. 18).

Den Anfang der deutschen Erfolgsserie am Donnerstag hatte der Nürnberger Marterer gemacht, der nach einer beeindruckenden Leistung den favorisierten 19-jährigen Denis Shapovalov 5:7, 7:6 (7:4), 7:5, 6:4 bezwang. Er trifft nun auf Jürgen Zopp (Estland), der erst als Lucky Loser der Qualifikation ins Hauptfeld gerutscht war. Der erstmalige Sprung ins Achtelfinale scheint für den 22-jährigen Marterer also durchaus im Bereich des Möglichen. Der 1,91 Meter große Linkshänder ist seit 2015 Profi und hat sich nunmehr bis auf Platz 69 der Weltrangliste hochgearbeitet. Erst im November 2017 war ihm der Sprung unter die Top 100 gelungen.

Görges gegen Williams

Wenig später war auch Petkovic mit einem zumindest phasenweise furiosen Auftritt zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in die dritte Runde eines Majors gestürmt. Die 30-Jährige gewann gegen die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands 6:0, 7:6 (7:5) und trifft nun auf die Weltranglistenerste Simona Halep (Rumänien). „Ich gehe jetzt erstmal ins Eisbad, damit das kleine Duracell-Häschen runterkommen kann“, kündigte die auf Platz 107 der Weltrangliste abgestürzte Darmstädterin an. Am Abend siegte auch noch Julia Görges (Bad Oldesloe) gegen Alison van Uytvanck (Belgien) 7:5, 7:6 (7:5). Görges trifft nun auf Serena Williams (USA), die sich gegen Ashleigh Barty (Australien/17) 3:6, 6:3, 6:4 durchsetzte.

Alexander Zverev (Hamburg), dessen Bruder Mischa gestern gegen Sergej Stachowski (Ukraine) 6:3, 6:7 (0:7), 7:6 (7:2), 6:1 gewann, spielt heute (11 Uhr) gegen den an Nummer 26 gesetzten Bosnier Damir Dzumhur um seinen erstmaligen Einzug ins Achtelfinale.

(sid)

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