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Sebastian Vettel: Ein erster Mutmacher

Noch vor wenigen Wochen war Vettels Auto nicht konkurrenzfähig. Jetzt rückt er den Silberpfeilen langsam auf die Pelle.
Sepang. 
Ein dritter Platz ist derzeit viel wert für Sebastian Vettel.	Foto: dpa Bild-Zoom
Ein dritter Platz ist derzeit viel wert für Sebastian Vettel. Foto: dpa

Die Uhr tickt für Sebastian Vettel. Schon am Sonntag (17 Uhr) gibt die Formel 1 in Bahrain wieder Gas, und noch in der Hitze Malaysias schickte der Weltmeister eine Kampfansage an Mercedes voraus. „Im Moment sieht es so aus, als würden wir größere Schritte machen“, sagte Vettel: „Es ist jetzt eine Frage der Zeit, wann wir es schaffen, aufzuschließen.“
 

Der dritte Platz in Malaysia beim Doppelsieg der Silberpfeile war für den 26-Jährigen ein Mutmacher und Achtungserfolg. Mehr ließ der noch immer große Rückstand nicht zu. Doch es gibt Anzeichen, die Vettel hoffen lassen – und auf die stützt sich der Heppenheimer. „Mercedes hatte nach den Tests im Winter einen noch viel größeren Vorsprung“, sagte Vettel, „und immerhin setzen wir sie jetzt schon ein bisschen unter Druck – die Vorzeichen sind gut.“ Auch beim derzeitigen Branchenführer beobachtet man die Entwicklung des Verfolgers daher genau. „Vor vier Wochen waren die noch nirgendwo“, sagte WM-Spitzenreiter Nico Rosberg, „und jetzt fahren sie schon in jedem Rennen auf das Podest.“ Diese Warnung, so der 28-Jährige, sei angekommen.

Wenn auch das Renntempo von Red Bull noch nicht vollends überzeugen kann, die Entwicklungsgeschwindigkeit tut es allemal. Der Weltmeister-Rennstall ist nach dem zweiten Saisonrennen leistungsmäßig „best of the rest“ hinter Mercedes – und das, obwohl er aufgrund der großen Probleme im Winter fast ohne Testfahrt auskommen musste.

Natürlich, sagt Vettel, „das Auto fühlt sich völlig anders an als im letzten Jahr. Und es gibt auch von meiner Seite noch vieles, was ich lernen muss.“ Aber trotz der Probleme hat Red Bull Konkurrenten wie Ferrari bereits wieder überholt. Das ist auch im Land der Scuderia ein Thema. „Red Bull ist wieder auf Wachstumskurs, ebenso wie Vettel“, schreibt die Zeitung „Tuttosport“: „Der Eindruck ist, wir werden ihn bald wieder als Sieger sehen.“

 

Motor-Update in Bahrain

 

In Vettels Team ist man sich zudem sicher, dass das Auto an sich bereits siegfähig ist. Der limitierende Faktor bleibt der Antrieb von Renault. „Schaut man auf das Chassis, sind wir absolut an der Spitze“, sagte etwa Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko: „Der ’kranke’ Teil ist immer noch der Motor. In den Bereichen, wo das Auto den Unterschied macht, sind wir dort, wo wir sein wollen.“ Und in der Tat legen die bisherigen Sektorzeiten in Abschnitten, in denen es vor allem um die Aerodynamik geht, diesen Schluss nahe. Noch deutlicher ist der Vorteil von Mercedes in Bereichen mit langen Vollgaspassagen.

Es liegt nun also auch an Renault, die Software-Probleme des komplizierten neuen Hybridmotors zu beseitigen. Immerhin, sagt Marko, „von den Tests in Bahrain über den Auftakt in Australien bis zum zweiten Rennen in Malaysia“ sei es bereits ein „Quantensprung“ gewesen. In Bahrain kämen nun „noch ein paar neue Teile aus der Fabrik an. Auch Renault hat noch mal ein Update für die Motor-Software vorbereitet“, so Marko.

(sid)
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