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Im Portrait Ex-FFC-Kickerin Svenja Huth: Ein langer Anlauf zum sportlichen Glück

Von Svenja Huth ist neben Babett Peter die einzige Spielerin aus dem DFB-Kader, die mit Bundestrainerin Steffi Jones selbst noch gespielt hat. Das gibt der Stürmerin Selbstvertrauen – und neuen Schwung für ihre Karriere im Nationaltrikot.
So schön jubelt es sich im Nationaltrikot: Svenja Huth. Foto: Oryk HAIST/SVEN SIMON (imago sportfotodienst) So schön jubelt es sich im Nationaltrikot: Svenja Huth.
DFB-Frauen. 

Svenja Huth erinnert sich noch gut an die gemeinsame Zeit mit Steffi Jones. „Das war meine erste Saison beim 1. FFC Frankfurt. Sie ist als Bundestrainerin der gleiche Mensch geblieben. Ist freundlich, nett, kommunikativ, ein lieber Kumpel. Kann aber, wenn es nicht läuft, deutliche Worte finden. So war sie schon als Spielerin“, sagt die Nationalspielerin über die Cheftrainerin des DFB. Ganz anders Svenja Huth. Sie hat sich sehr verändert. Aus dem im Kreis der Stars einst unsicher wirkenden Küken, das beim ersten Einsatz für die FFC-Frauen im November 2007 auf Anhieb das Siegtor erzielte, wurde eine selbstbewusste junge Frau, aus der Auswechselspielerin eine Stammspielerin. In der Nationalelf ebenso wie bei Turbine Potsdam. Nur eines ist geblieben: ihr Lächeln, die gute Laune, die sie versprüht. Das ist fast so etwas wie ihr Markenzeichen.

In das WM-Qualifikationsspiel gegen Island am Freitag in Wiesbaden (16 Uhr, live im ZDF) geht sie quasi als Lokalmatadorin. Aus ihrem Geburtsort Alzenau braucht man mit dem Auto nicht einmal eine Stunde bis in die hessische Landeshauptstadt. Zudem hat Svenja Huth in ihren acht Jahren beim 1. FFC Frankfurt nicht nur alles gewonnen, was man auf Vereinsebene gewinnen kann – Champions League, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal –, sie hat auch immer noch gute Kontakte in die Region. „Ich freue mich, neben meiner Familie einige bekannte Gesichter wiederzusehen und zu treffen“, sagt sie. „Die Entfernung nach Potsdam ist ja doch recht groß. Ich komme in der Sommer- und Winterpause nach Hause, häufiger besuchen mich aber meine Eltern in Potsdam. Eine phantastisch schöne Stadt, in der es immer Neues zu entdecken gibt.“

Die Stadt war einer der Gründe für ihren Wechsel. Wichtiger aber war das Sportliche. 2013 erlitt Svenja Huth einen Kreuzbandriss, nach ihrer Genesung kam sie beim FFC nur noch zu gelegentlichen Einsätzen. „Ich wollte aber spielen, mich wieder für die Nationalmannschaft empfehlen. Da kam das Angebot aus Potsdam. Ich fuhr hin, war von dem Trainingsgelände in der Sportschule begeistert. Da waren tolle Rasenplätze, ein Kunstrasenplatz, eine Halle, in der man die Athletik trainieren kann. Und das direkt neben dem See, so dass man im Sommer nach harten Trainingseinheiten gleich ins Wasser springen kann“, erinnert sie sich. Die Trainingseinheiten waren anfangs besonders hart. „Bernd Schröder trainierte altmodisch, aber sehr effektiv. Mir hat es gefallen. Ich durfte wieder im Sturm spielen, war nicht mehr Verteidigerin wie in Frankfurt. Zudem spürte ich – und spüre in Potsdam bis heute – das Vertrauen, das ich beim 1. FFC Frankfurt damals vermisst hatte.“

Dieses Vertrauen spürt sie nun auch in der Nationalmannschaft. „Meine Rolle hat sich unter Steffi Jones gewaltig verbessert. Ich spüre, dass sie auf mich baut, versuche dies mit guten Leistungen zurück zu zahlen.“ Im ersten WM-Qualifikationsspiel gelang Svenja Huth beim 6:0 gegen Slowenien das erste Tor im DFB-Trikot. „Ein schönes Gefühl“, sagt die 26-Jährige, die im Verein Tore am laufenden Band erzielt und vorbereitet. Und endlich könnte wahr werden, was ihr viele beim 1. FFC Frankfurt zu Beginn ihrer Karriere prognostizierten: Aus Svenja Huth könnte doch noch die Nachfolgerin ihres Idols Birgit Prinz werden – Nationalstürmerin Nummer eins.

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