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Emotionen sollen Lilien nicht vom Siegen abhalten

Von
Darmstadt. 

Sie hatten auch dann noch stets treu hinter ihrer Mannschaft gestanden, als längst klar war, dass deren Zeit in der Bundesliga abläuft. Jetzt, davon ist Trainer Torsten Frings überzeugt, werden die Fans ihren Lilien einen Abschied bereiten, „den keiner so schnell vergessen wird“. Am Samstag (15.30 Uhr) treten die Fußballprofis des SV Darmstadt 98 zum vorerst letzten Mal in einer Heimpartie der obersten Klasse an; ihr Abstieg nach zwei Spielzeiten ist seit der 0:1-Niederlage am Wochenende beim alten und neuen Meister Bayern München besiegelt.

Kommentar: Nur nicht nachlassen

Bei den Lilien ist Nachlassen kein Thema – das betrifft die Fußballer ebenso wie die Führungkräfte.

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„Das wird ein sehr emotionales Spiel“, ist sich Frings sicher. Doch der 40-Jährige und seine Mannschaft wollen sich davon nicht von ihrem Ziel abbringen lassen. Auch wenn für sie nichts mehr zu retten ist: „Wir werden alles dafür tun, uns mit einem Sieg von unseren Fans zu verabschieden“, verspricht der Coach. Eine Rolle spielt für ihn dabei auch, dass der Gegner, die Hertha aus Berlin, als Tabellensechster noch um einen Europa-League-Platz kämpft. „Da können wir sehr viel beeinflussen. Und ich möchte nicht, dass man uns etwas vorwirft.“

Deshalb gilt es für ihn als Verantwortlichen auch genau zu erwägen, welche Spieler er aufs Feld schickt. Dominik Stroh-Engel und Benjamin Gorka etwa, die mit den Lilien einst aus der dritten bis in die erste Liga aufgestiegen waren, werden den Verein am Saisonende verlassen; ihnen mit einem Einsatz einen gebührenden Abgang zu verschaffen, ist für Frings nicht selbstverständlich. „Hut ab vor den beiden“, sagte er. „Aber wir werden nichts herschenken und die bestmögliche Mannschaft aufbieten.“

Zudem sollen vor dem Anpfiff alle bereits feststehenden Abgänger offiziell verabschiedet werden. Wie viele das sein werden, dazu gab es seitens des Vereins kein aussagekräftiges Statement. Man werde das am Samstag sehen, erklärte Pressesprecher Tom Lucka.

Auch in Sachen Neuverpflichtungen gab es nichts zu melden. Hinter den Kulissen stehen die Maschinen jedoch alles andere als still. Täglich finden Gespräche rund um den geplanten Stadionneubau statt. Daran habe auch die Fristverlängerung seitens der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Vorlage eines Masterplans nichts geändert, betont Vereinsvizepräsident Volker Harr. „Wir haben jetzt zwar drei Monate länger Zeit“, sagt der Zuständige für Vertrieb und Vermarktung mit Blick auf die neue Deadline am 31. Oktober, „aber wir müssen den Druck trotzdem hochhalten.“

Am 15. Juni will die Stadt ein Gutachten zu den drei alternativen Standorten neben dem am Böllenfalltor vorlegen. Um danach keine Zeit mehr zu verlieren, muss man sich für alle Fälle wappnen, etwa mit den jeweiligen Grundstückseigentümern reden, da nicht alle Areale zu 100 Prozent in der Hand der Stadt sind. Sollte bis Ende Oktober der Plan für eine moderne Spielstätte vorliegen, könnte die DFL auf die geforderte Überdachung der Gegentribüne des alten Stadions verzichten und damit bei allen Beteiligten für Aufatmen sorgen.

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