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Fußball-Weltmeisterschaft: England träumt vom WM-Titel: "Wir sind noch nicht fertig"

Seit 28 Jahren war England dem WM-Titel nicht mehr so nahe wie in Russland. Zwei Siege fehlen den Three Lions noch zum zweiten Gewinn des Goldpokals nach 1966. Trainer und Spieler wissen um die große Chance, bleiben aber bescheiden.
Vater des englischen Erfolgs: Nationaltrainer Gareth Southgate. Foto: Owen Humphreys/PA Wire Vater des englischen Erfolgs: Nationaltrainer Gareth Southgate.
Samara. 

Zwei Siege noch! Der Traum vom ersehnten ersten Titel bei einer Fußball-WM seit dem Heimturnier 1966 rückt für Englands neue Fußball-Helden immer näher.

Nach dem 2:0 (1:0) im Viertelfinale gegen Schweden glaubt auch das Team von Trainer Gareth Southgate immer mehr an den großen Coup. „Wir sind noch nicht fertig. Jetzt wollen wir es mit den Jungs auch bis zum Ende durchziehen”, sagte Kapitän Harry Kane in Samara. Abheben werden die Three Lions aber nicht. „Der Schlüssel zum Erfolg ist unsere Geschlossenheit. Die müssen wir auch im Halbfinale wieder an den Tag legen”, sagte Southgate. Die Gründe für Englands Erfolg:

TEAMWORK: Der ganz große Star bei den Engländern fehlt. Zwar ist Kane mit sechs Treffern bislang bester Torschütze des Turniers, doch der Stürmer ordnet sich komplett dem Teamgedanken unter. Ein Großteil der Mannschaft kennt sich bereits aus den Jugendmannschaften, das schweißt zusammen. Southgate hat eine Mannschaft geformt, die unglaublich schwer zu spielen ist. Die Engländer treten sehr kompakt auf und verfügen über eine starke Defensive.

TORWART: Die Zeit der Witze über englische Torhüter ist vorbei. In Jordan Pickford haben die Three Lions einen der besten Keeper der WM. Auch gegen Schweden war der 24-Jährige einige Male mit spektakulären Paraden zur Stelle und verhinderte einen schwedischen Ausgleich. „Ich versuche einfach, hart an mir zu arbeiten und auf dem Platz das Beste für mein Team zu geben”, gab sich Pickford bescheiden. Dennoch wurde er völlig zurecht zum Spieler des Spiels gekürt.

STANDARDS: Bundestrainer Joachim Löw sollte in Freiburg vor dem Fernseher ganz genau hinschauen. Aus Standards können wichtige Tore entstehen, wenn aus dem Spiel heraus nicht viel gelingen will. Kein anderes Team bei dieser WM beweist das mehr als England. Bereits acht Mal waren die Engländer nach einer Ecke, einem Freistoß oder per Elfmeter erfolgreich. Gegen Schweden ebnete Harry Maguire nach etwas mehr als einer halben Stunde mit einem Kopfball nach einer Ecke den Weg zum Sieg.

Es spricht also einiges für England als Weltmeister 2018. Zunächst geht es in Moskau im Halbfinale am Mittwoch aber gegen Kroatien. Dann wollen auch mehr englische Fans in Russland dabei sein. Nach Samara verirrten sich nur rund 3500 Anhänger. Dabei hätten die Leistungen von Englands neuen Fußball-Helden deutlich mehr Rückendeckung verdient. „Wir spüren aber auch die Unterstützung in der Heimat. Das tut uns sehr gut”, sagte Dele Alli, der gegen Schweden in der 59. Minute für die Entscheidung sorgte.

(dpa)

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