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Kein Stratege: Erneuter Rückschlag für Gladbach vor dem Pokal-Halbfinale gegen die Eintracht

Borussia Mönchengladbach hat Europa nach dem 2:3 gegen Dortmund fast verspielt. Umso wichtiger ist der Pokal.
Bitte um Hilfe: Gladbachs Offensivkraft André Hahn Foto: Roland Weihrauch (dpa) Bitte um Hilfe: Gladbachs Offensivkraft André Hahn
Mönchengladbach. 

Eine Flut an Gegentoren, harmlose Angreifer und Pfiffe gegen Mahmoud Dahoud: Bei Borussia Mönchengladbach machte sich nach dem ebenso verdienten wie unnötigen 2:3 (1:1) gegen Borussia Dortmund reichlich Frust breit. Die Europa League ist nach zwei Niederlagen in Folge und dem Sturz in die untere Tabellenhälfte in weite Ferne gerückt, umso wichtiger wird das mit Spannung erwartete DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt am Dienstag.

„Wir werden am Dienstag alles dafür tun, nach Berlin zu kommen. Liga und Pokal sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das wird ein Fight“, sagte Torhüter Yann Sommer und schaltete nach Schlusspfiff umgehend in den Pokal-Modus. Nach 22 Jahren kann die Fohlenelf wieder ein Finale erreichen.

Zehn Gegentore in drei Spielen hat das Team von Trainer Dieter Hecking aber zuletzt in der Liga kassiert, zu viel für den erhofften Sprung auf Rang sieben. Tobias Strobl forderte dann auch „mehr Leidenschaft“, Max Eberl vermisst einen Leader auf dem Platz. „Es fehlt einer, der das Heft in die Hand nimmt. Wir haben noch nicht den Strategen, wie es Granit Xhaka war“, sagte der Sportdirektor im Sport1-Doppelpass.

Bezeichnend war Dortmunds Siegtor in der 87. Minute, als der nur 1,70 m große Raphaël Guerreiro nach einem Freistoß per Kopf erfolgreich war.

Hinzu kam vor allem vor der Pause eine ungewohnt harm- und hilflose Offensive, beide Gladbach-Tore resultierten aus Geschenken des BVB: Dem Ausgleich durch Lars Stindl (43.) ging ein kapitaler Fehlpass von Mikel Merino voraus, die 2:1-Führung resultierte aus einem Eigentor von Marcel Schmelzer (48.). Joker Pierre-Emerick Aubameyang (59.) und Guerreiro drehten noch einmal die Begegnung.

Gladbachs Problem: Weder André Hahn noch Josip Drmic können derzeit auch nur ansatzweise die schmerzlich vermissten Raffael und Thorgan Hazard ersetzen. Auch für Dienstag ist das angeschlagene Duo aus Brasilien und Belgien noch fraglich.

Für Ärger sorgten zudem Pfiffe gegen den 21 Jahre alten Dahoud, der gegen seinen künftigen Verein zwar eine schwache Leistung zeigte, damit aber längst nicht alleine war.

„Wenn die Fans meinen, sie müssen pfeifen, sollen sie sich daheim auf die Couch setzen. Das kotzt mich ein bisschen an“, sagte Strobl, und auch Sommer kritisierte: „Ich kann Fans, die eigene Spieler auspfeifen, nicht akzeptieren. Wir verlieren nicht extra Spiele.“

Ausgelassener BVB

Die Stars von Borussia Dortmund feierten dagegen ausgelassen in der Kabine zur Musik des französischen Rappers Maître Gims.

Nach den wohl schwierigsten Tagen ihrer Karriere verspürten sie Freude und Erleichterung. „Ich hatte zum ersten Mal wieder echte Glücksgefühle“, sagte Torhüter Roman Bürki.

Die Hochstimmung hatte zwei Gründe: Der mutmaßliche Attentäter des Bombenanschlags auf den Mannschaftsbus ist festgenommen und durch den Auswärtssieg im Borussia-Park kletterte der achtmalige deutsche Meister auf einen direkten Qualifikationsplatz für die Champions League. Für den Pokal-Kracher im Halbfinale am Mittwoch bei Bayern München lautete daher die Botschaft Richtung Süden: Wir sind bereit.

„Dieser Sieg“, betonte Trainer Thomas Tuchel, „war für die Tabelle und den Kopf wichtig.“

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