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Läufer stirbt: Erster Todesfall beim Frankfurt-Marathon sorgt für Bestürzung

Tragischer Zwischenfall beim Frankfurt-Marathon: Ein Läufer bricht zusammen und stirbt nach erfolglosen Reanimierungsmaßnahmen kurz darauf im Krankenhaus. Die Veranstalter zeigen sich bestürzt.
Symbolbild: Ein tragischer Todesfall hat beim Frankfurt-Marathon für Bestürzung gesorgt. Foto: Maik Reuß Symbolbild: Ein tragischer Todesfall hat beim Frankfurt-Marathon für Bestürzung gesorgt.
Frankfurt. 

Es war schon spät am Sonntagabend. Die Macher des Frankfurt-Marathons saßen zufrieden zusammen und zogen eine erste Bilanz des erfolgreichen Renn-Tages, als die Hiobsbotschaft über sie herein brach. Kurz zuvor war ein Teilnehmer verstorben – erstmals in der 35-jährigen Geschichte des ältesten deutschen Stadt-Marathons. „Uns ist schmerzlich vor Augen geführt worden, wie nahe an einem strahlenden Lauftag Glück und großes Unglück beieinander liegen können“, sagte Renndirektor Jo Schindler. „Es war Wahnsinn, nach diesem unheimlich strahlenden Tag und den vielen gut gelaunten Menschen“, zeigte sich auch Pressesprecher Alex Westhoff betroffen.

Wie die Veranstalter gestern weiter bekannt gaben, brach der Läufer nach etwa 39 Kilometern in der Nähe der Hauptwache in der Frankfurter Innenstadt zusammen. Trotz sofortiger ärztlicher Versorgung sowie mehrerer Wiederbelebungsversuche starb der Mann später in einem Krankenhaus. Weitere Details durften aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht nicht genannt werden. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Sportlers“, betonte Schindler.

Das Fatale: Der Läufer soll eine Vorerkrankung des Herzens gehabt haben. Demnach hätte der Mann bei der 35. Auflage des Marathon-Klassikers nicht an den Start gehen dürfen. „Wir weisen bereits in den Startunterlagen darauf hin, nur gesund an den Start zu gehen. Jeder sollte sich ärztlich untersuchen lassen und sich auch entsprechend vorbereiten“, erzählt Westhoff. Rund 99 Prozent der 15 000 Teilnehmer hatten sich online im Internet angemeldet. Dort müssen sie nach Angaben von Westhoff auch drei Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten. Wird eine Frage „falsch“ beantwortet, schlägt der Computer vor, sich nicht anzumelden. „Ein Marathon ist kein Kinderspiel. Wir versuchen, die Läufer dafür zu sensibilisieren“, so Westhoff. Auch wer sich kurzfristig nicht wohl fühle, solle nicht antreten. „Wer uns kurzfristig absagt und dazu ein ärztliches Attest vorlegt, kann den Start im nächsten Jahr nachholen.“ Sprich, die Startgebühr von 70, 85 oder 95 Euro – je nach Anmeldezeitpunkt – muss nicht erneut entrichtet werden. (joi)

Bilderstrecke 35. Frankfurt Marathon: Tausende laufen durch Frankfurt
Mainova Frankfurt Marathon 
Lauf im Frankfurter WestenFrankfurt am Main 30.10.2016, Innenstadt, Marathon,  Foto Rainer RüfferBeim 35. Mainova Frankfurt Marathon gingen rund 15850 Läufer aus 104 Nationen an den Start.
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