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Kolumne: Reinhard Beinhart: Es geht auch ohne Hightech

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„Von intensivem Ausdauersport bei Hitze wird abgeraten“ hieß es tagelang in den hr1-Nachrichten. Aus gutem Grund. Hilft aber nix – ich muss. Und ich will natürlich auch. Denn ich habe 2014 noch vor Augen. Damals war ich bei der Ironman-EM in Frankfurt als Helfer an der Strecke – und schon das war in der Hitzeschlacht eine Herausforderung. Falls der Renntag wieder so heiß wird, will ich das Gefühl zumindest schon kennen. Und eine Motivationsbotschaft parat haben für Marathonkilometer 20 bei 35 Grad. „Gott sei Dank, diesmal kein Hagel“ zum Beispiel. Der hat mich vergangenes Jahr auf dem Rad erwischt.

Trotzdem habe ich mal in den Wettertrend für die kommenden zwei Wochen geschaut – vor dem Rennen soll es auf 20 bis 25 Grad runtergehen. Fände ich prima! Sonst droht der Langener Waldsee nämlich so warm zu werden, dass wir unsere schönen Neoprenanzüge wegen Überhitzungsgefahrnicht tragen dürfen. Dafür gibt es wirklich Regeln: Wenn das Wasser mehr als 24,5 Grad hat, muss der Gummi-Automatik-Maßanzug im Schrank bleiben.

Das ist nicht nur schade, weil er viel Geld gekostet hat – je nach Ausführung 150 bis 750 Euro – sondern auch deswegen, weil es sich im Anzug deutlich schneller schwimmt. Aber was soll’s, wir sind ja schließlich Ironmen & -women.

Apropos „Geld schießt Tore“: Ein kurzer Triathlon und sogar ein langer Ironman gehen natürlich auch ohne viele Euros (wenn man mal von der Startgebühr absieht) - ohne Neopren, ohne neonleuchtende Hightech-Kompressionsbekleidung und mit einem ganz normalen Fahrrad. Wirklich!

Wahr ist aber auch, dass Geld nicht schadet. In der Wechselzone sind nicht wenige Fahrräder zu bestaunen, deren Preis den eines gut ausgestatteten Kleinwagens übersteigt. Ich selbst liege nicht nur sportlich, sondern auch was den Geldeinsatz angeht im hinteren Mittelfeld. Carbonrahmen, schon klar – aber günstig erstanden, und auch Schaltung und andere Teile wurden als Schnäppchen gekauft und selbst montiert.

Wenn ich es mir recht überlege – vielleicht sollte ich weniger schrauben und mehr trainieren?

Nicht, dass ich nichts gemacht hätte diese Woche: Zusätzlich zu den Hitzeläufen habe ich am Langener Waldsee beim Training mit der Triathlonabteilung der Eintracht noch ein paar Tricks für’s Schwimmen gelernt und eine kleine Radfahrt mit Profi-Triathletin Julia Mai gemacht – wir haben uns unter anderem über geschlechtsspezifische Hinternprobleme unterhalten... Clips vom Training gibt’s in meinem Videoblog auf hr1.de und auf www.facebook.com/Reinhard.Beinhart.hr1.

 

Komm doch, Ironman . . .

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