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„Es ist wichtig, dass wir alle zusammenstehen“

Während die Kollegen mit ihren Nationalteams unterwegs sind, arbeiten die verbliebenen Spieler der Frankfurter Eintracht akribisch weiter. Nach der Länderspielpause wollen sie an die guten Leistungen zuletzt anknüpfen. Auch Jonathan de Guzman.
Hat in diesen Tagen Grund zur Freude: Eintracht-Spieler Jonathan de Guzman (links). Foto: Christian Klein (FotoKlein) Hat in diesen Tagen Grund zur Freude: Eintracht-Spieler Jonathan de Guzman (links).
Frankfurt. 

Jonathan de Guzman ist im neuen Jahr wie ein Neuzugang bei der Frankfurter Eintracht. Der ehemalige holländische Nationalspieler hat nach langer Verletzungspause ein ebenso unerwartetes wie gutes Comeback gefeiert und gehört seit einigen Wochen zu den besten Spielern. Für den Rest der Saison erwartet er nun einen „Thriller“ im Kampf um die internationalen Plätze. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler hat den Medienvertretern Rede und Antwort gestanden und unser Sport-Mitarbeiter Peppi Schmitt hat die Antworten aufgezeichnet.

  Über den Endspurt in der Liga: „Wir haben noch sieben Spiele, na ja, vielleicht ja auch noch neun. Da ist noch sehr viel möglich. Wir hatten das zu Beginn auch nicht erwartete, aber jetzt ist es Realität für uns und unsere Fans. Die Mannschaft ist stabil, wir haben wenig Verletzungen. Wir versuchen alles, was möglich ist.“

  Über die Unterschiede zwischen Heim- und Auswärtsspielen: „Wir haben ein schweres Programm, spielen auswärts bei den direkten Konkurrenten. Da ist es gut, wenn wir weiter zu Hause gewinnen. Wir versuchen, jedes Spiel gleich anzugehen, auch auswärts. Wenn wir da die gleiche Mentalität an den Tag legen wie zuletzt in unserem Stadion, dann können wir viel erreichen. Wir wollen attackieren, hoch pressen.“

  Zu den Chancen auf Champions-League oder Europa-League: „Das verändert sich von Woche zu Woche, alle sind ja ganz eng beieinander. Man sieht das ja, wenn auf einmal Köln gegen Leverkusen gewinnt. Für alle ist das jetzt ein Thriller. Das macht aber auch Spaß. Wir werden machen, was wir können.“

  Zur Arbeit mit dem Trainerteam: „Wir haben ein gutes Gefühl, wenn wir ins Spiel gehen. Wir sind immer gut informiert über die Gegner und wissen, was wir zu machen haben.“

  Über den Teamspirit: „Wir haben Spieler mit ganz vielen Nationalitäten im Team, aus verschiedenen Kulturen. Es ist ganz wichtig, dass wir alle zusammenstehen. Jeder hilft jedem. Gerade die deutschen Spieler helfen allen, damit wir anderen den deutschen Stil begreifen. Wie zum Beispiel die Pünktlichkeit. Und der Trainer legt auf all das auch großen Wert. Dieser Zusammenhalt ist ganz wichtig, um erfolgreich zu sein.“

  Über das Sprachengewirr in der Kabine: „Wir versuchen Deutsch zu reden, wir haben ja auch Unterricht. Aber hauptsächlich wird doch englisch gesprochen. Und mit Jetro Willems rede ich auch holländisch.“

  Über seine Stärke bei der Ausführung von Standards: „Auf allen meinen Stationen, schon in der Jugend, habe ich das immer geübt. Und ich übe es auch jetzt im Training immer weiter.“

  Über die Gründe, warum er in diesem Jahr nach einer langen Verletzungspause besser spielt als zu Beginn der Saison und über seine Position: „Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um reinzufinden. Mit der Zeit habe ich auch meine Linie gefunden und weiß, wie ich der Mannschaft helfen kann. Ich kann auf der ,6‘ spielen und auf der ,8‘, defensiv und offensiv. Im Grunde bin ich ein Spieler zwischen den Strafräumen.“

  Über seine körperliche Fitness nach überstandener Verletzung (Schultereckgelenksprengung) und das geglückte Comeback: „Zwölf Wochen zusehen zu müssen, war eine wirklich schwere Zeit. Dass die Mannschaft so gut gespielt hat, war eine große Motivation für mich. Jetzt bin ich glücklich, zurück zu sein. Gegen Mainz war ich in der letzten Viertelstunde schon ein bisschen müde. Aber das war wohl dem Spiel geschuldet. Diese Woche werde ich nutzen, um körperlich noch stärker zu werden.“

  Über seine Erwartungen an den Wechsel zur Eintracht und in die Bundesliga: „Das war schwierig, weil ich nicht wirklich viel gewusst habe über die Eintracht, über die Mannschaft. Ich habe mir natürlich ein paar praktische Informationen von meinem Bruder geholt, der ja mal mit Fredi Bobic in Hannover zusammengespielt hat. Jetzt weiß ich, wie schwierig die Bundesliga ist. Da spielst du in einer Saison oben, in der nächsten unten.“

  Auf die Frage, ob die Fans aktuell den besten de Guzman sehen: „Na ja, ich denke, ich habe zuletzt ganz gut gespielt, auch Tore vorbereitet. Ich hoffe aber, die Fans sehen noch mehr von mir.“

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